Diskussion

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Anonym 20.09.16, 16:20
Was soll das ( "Gesülze" ) von Campact? CETA kommt trotz aller Proteste und TTIP wird ebenfalls trotz aller Proteste kommen. Wann haben Proteste das Finanz- und Großkapital jemals interessiert? Egal wie viele Euros und Dollars "gespendet" werden, CETA und TTIP wird das nicht verhindern. Ich nenne das Vorspiegelung falscher Tatsachen zum alleinigen Vorteil von Campact. Viel wichtiger wäre ein sofortiger Parteiaustritt aller SPD Mitglieder, die sich gegen CETA und TTIP ausgesprochen haben. Das kostet nicht mal "Spenden" die für wirkungslose Kampagnen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen eingesammelt werden. Campact ist nun mal nicht Teil der Lösung des Problems, da Campact die Wirkmechanismen einer Gesellschaft unter dem Diktat und der Abhängigkeit des Finanz- und Großkapitals noch gar nicht begriffen hat!
Peter Fischer

Anonym 21.09.16, 09:19
Seit 1990 hat die SPD über die Hälfte ihrer Mitglieder verloren. Hat deshalb die Parteispitze ihre Politik geändert ? Seit Lafos Austritt hat sich bei BT-Wahlen der Prozentsatz halbiert. Der letzte echte Sozialdemokrat unter den Prominenten war Ottmar Schreiner, leider 2013 verstorben. Wer sein eigenes Programm verrät (Demokratischer Sozialismus) und immer wieder mit der CDU koalieren muss, will letztendlich die Partei in der Bedeutungslosigkeit verschwinden lassen. Dem wären Parteiaustritte von ehrlichen SPD-Mitgliedern sogar recht. Der Spruch: "Wer hat uns verraten - Sozialdemokraten" hat mal wieder seine Berechtigung erfahren. Die einzige Möglichkeit, gegen CETA und TTIP vielleicht doch noch etwas zu errreichen, sind solche Protestaktionen, wie von Campact organisiert.
Ein ehemal. SPD-Mitglied
Anonym 21.09.16, 12:08
Sehr geehrter Peter Fischer.
Sie haben vollkommen recht mit ihrer Meinung, dass alle Proteste von Campact, was meiner Meinung nach natürlich alle weiteren Organisationen, welche mit dagegen demonstrieren, einschließt, letztendlich nichts nützt. Ein Vorteil für Campact sowie den anderen Organisationen sehe ich nur darin, dass immer mehr Menschen sich für politische Geschehnisse interessieren und nicht mehr bereit sind, den Parteien die alleinige Hoheit der Entscheidungen zu überlassen. Ein Austritt vieler Parteimitglieder aus der SPD würde ein enormes Zeichen setzten, mehr aber auch nicht. Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, genauso wie die Großdemonstration von vielen Organisationen gegen CETA.
Das Proteste nichts, aber auch gar nichts nützen, zeigte mir mein Schreiben auf der Seite von Gerd 49 zu seiner damaligen E-Mail-Aktion an Bundestagsabgeordnete wegen des ESM-Vertrages. Mein Schreiben von damals stelle ich hier nochmals ein. Wenn man dann ESM und Fiskalunion durch CETA und TTIP ersetzt, kann alles andere genauso bestehen bleiben. Daran kann man erkennen, dass sich in den letzten vier Jahren nichts, aber auch gar nichts an der Art des Vorgehens von Parteien geändert hat:

Email an Bundestagsabgeordneten wegen ESM
25.07.2012 12:14 Uhr
Gerd 49.
Vielen Dank für Ihre Antwort-E-Mail an den SPD-Bundestagsabgeordneten Lothar Binding.

Sie haben sich als "Nichtfachmann" sehr viel Arbeit gemacht, die vielen Fakten zusammenzutragen, welche alle bei Entscheidungen zu Berücksichtigen wären.

Ich bezweifle, dass die dem ESM-Pakt und der Fiskalunion zustimmenden Abgeordneten, sich selber eigene tiefschürfende Gedanken gemacht, sowie unabhängige Informationen eingeholt haben. Die haben sich die Fraktions-/Parteivorgaben einfach zu eigen gemacht. Das spart Zeit und Energie und lässt mehr Zeit für eigene Interessen zu!
Wer wirklich ein Vertreter des Volkes ist, kann doch bei genauer Betrachtung und Abwägung, nicht für diese Abkommen stimmen. Beide Abkommen mögen von Grund auf irgendwie notwendig sein. Aber da bedarf es doch anderer Ausgestaltungen. Es kann doch nicht sein, dass die Bundestagsabgeordneten ihrer eigenen Entmachtung so kommentarlos zustimmen. Für was werden wir sie dann noch wählen sollen, wenn immer mehr und alles Wichtige nur noch über solche, von Abgeordneten unabhängige Gremien geschieht? Sie gehen, wie es scheint, wie die Ochsen unbekümmert selber zur Schlachtbank!

Es ist gut, dass es solche Mitbürger wie Sie gibt, welche sich mit entsprechenden Qualitätsschreiben vielem Unsinn, vielem Missverständlichen, für uns alle, entgegenstemmen.

Mit vielem Dank und guten Wünschen für die Zukunft.
Walter Neumann

Mir stellt sich die Frage, was kann die Bevölkerung tun, um solche Machwerke zu verhindern? Wie Ralf Nietzschmann meint, sollten sie zur Revolution aufrufen, oder meinen sie, dies würde auch nichts bringen? Ich meine, dass es nichts bringt. Denn die anderen Länder, angeführt vom großen Bruder aus Übersee, würde sowas schon schnell im Keim ersticken. Einziger Lichtblick wäre dann, dass es allen offensichtlich ist, dass die Parteien diktieren. Bis jetzt noch mit sanfter, dann mit unsanfter Macht.

Einzige Möglichkeit sehe ich wirklich darin, dass sich immer mehr Menschen mit Politik beschäftigen, sich miteinander vernetzen und es sich immer weniger gefallen lassen, dass Politiker über ihre Köpfe hinweg entscheiden. Dies wird ein langer und mühsamer Weg werden, vor allen Dingen auch deshalb, weil es so viele unterschiedliche Meinungen gibt, die man erst einmal unter einen Hut zusammenbringen muss.

Der Kampf gegen das Großkapital geht doch nur über ihre „Vasallen“ die Politiker. Direkt angreifen, bekämpfen geht doch gar nicht, weil alle Ressourcen in deren Hände sind. Nur Bestimmungen von Regierungen können sie eingrenzen. Vielleicht haben sie andere Ideen? Mir fällt dazu nichts Weiteres ein.
Mit freundlichen Grüßen
Walter Neumann

Anonym 21.09.16, 16:03
Zitat Walter Neumann:
"Der Kampf gegen das Großkapital geht doch nur über ihre „Vasallen“ die Politiker. Direkt angreifen, bekämpfen geht doch gar nicht, weil alle Ressourcen in deren Hände sind. Nur Bestimmungen von Regierungen können sie eingrenzen. Vielleicht haben sie andere Ideen? Mir fällt dazu nichts Weiteres ein."
Zitat Walter Neumann Ende.

Nein und ja. Nein dazu, dass der Kampf gegen das Finanz- und Großkapital nur über dessen "Vasallen" in Politik und Medien geht und ein eindeutiges Ja dazu, dass wir uns aus der verhängnisvollen Abhängigkeit des Finanz- und Großkapitals lösen müssen.

Politik und Medien wurden bereits durch die Nutzung der Möglichkeiten des Internet geschwächt. Ja, noch nicht in dem Maße, wie viele von uns sich das wünschen, aber immerhin stehen dadurch auch andere Informationsquellen zur Verfügung. Ich warne jedoch eindringlich vor einer zu starken Vernetzung auf alleiniger Basis des Internet, da ein gezielter Angriff darauf sofort sämtliche Logistik lahm legen würde und Zugang zu den persönlichen Daten von Menschen ermöglicht.

Als nächstes muss die Abhängigkeit vom gesetzlichen Zahlungsmittel der Kapitaleigner beseitigt werden. Dazu gehört unbedingt eine gründliche Reform des Eigentumsrechts, da unbegrenzte Vererbung zu unbegrenztem Reichtum und damit zu Abhängigkeit führt. Und nein, ich meine nicht die Abschaffung des Eigentums und des Erbrechts, sondern eine Überarbeitung.
Beste Grüße
Peter Fischer
Anonym 21.09.16, 17:29
Sehr geehrter Peter Fischer.
Sie sagen also nein und ja. Nein zu dem Kampf gegen Finanz- und Großkapital über deren Vasallen, die Politik. Ja zum Lösen von Finanz- und Großkapital.

Wie soll das gehen? Zum Lösen von Finanz- und Großkapital indem keiner mehr was kauft? Indem jeder zurück zu den Wurzeln geht und nur noch vom Eigenanbau lebt? Tauschen unter Nachbarn? Telefon/Smartphone, Internet/Fernsehen/Radio, Strom, Heizöl/Gas, Verkehrswege, Auto/Bus/Bahn/Flugzeug/Schiff, Schulbildung, Banken, Arbeitsplätze und noch vieles mehr, einfach nicht mehr kaufen/(be)nutzen? Geld natürlich auch nicht, sondern nur noch tauschen. Nicht mehr arbeiten, weil man dafür ja nur Geld erhält, was man dann ja nicht mehr nutzen kann/sollte?

Wie soll die Abhängigkeit vom gesetzlichen Zahlungsmittel erreicht werden? Etwa indem nur noch Tauschhandel betrieben wird gegen Tauschscheine? Für eine Kommune kann dies angehen, aber für ein ganzes Land, den ganzen Erdenkreis?

Wir sind auf einem Entwicklungsstand angekommen, den wir nicht wieder zurückdrehen werden können! Zurück ins Mittelalter wird nicht gehen, werden die Menschen auch nicht mitmachen. Die Errungenschaften der Technik werden weiter von der überwiegenden Mehrzahl aller Menschen, so sie sie anwenden können, auch gewollt werden, um sie zu benutzen. Wenn es da Änderungen geben soll, dann ist dies nur möglich, indem die Gesellschaften sich und den Unternehmen einen Zwang auflegen, was und wie sie etwas wann in Verkehr bringen können.

Da haben wir noch einen Unterschied zwischen USA/Kanada und EU/Deutschland, besonders Deutschland. Hier muss ein neues Produkt entsprechenden Kriterien und Unbedenklichkeitsmerkmalen standhalten. In USA wird erst verkauft und dann nachgebessert, sowie die Hersteller müssen für Schäden oft unverhältnismäßig hoch bezahlen. Ich Favorisiere klar, dass erst die Unbedenklichkeit festgestellt wird, damit keine Schäden auftreten, statt zuerst haben die Käufer den Schaden und erhalten nachträglich Schadenersatz. Für mich der zweite Hauptgrund, warum ich gegen CETA/TTIP/TISA bin.

Wie soll das ohne Politik und einschränkende Gesetzgebung gehen, dass das Erbrecht reformiert wird, um unangemessen große Erben zu vermeiden? Von alleine würden die Finanz- und das Großkapital doch heute schon keinerlei Erbschaftssteuer zahlen. Wer könnte in die Bresche springen und die Vererben dazu bringen, andere Erbschaftsformen mitzumachen außer der Politik? Ich sehe da niemanden!

Mit ihrer Warnung davor, dass das Internet auch eingeschränkt oder ganz abgeschaltet werden kann, wenn der Druck auf die wahren Weltherrscher zu viel wird, haben sie sicherlich einen wunden Punkt angesprochen. Andere Informationsquellen tun sich heute allerdings sehr schwer. Auch weil die Vielfalt der Informationen stetig zunimmt und alleine deshalb die Notwendigkeit besteht, Datenbanken zu vernetzen um für alles Mögliche vorzuhalten, damit man unnütze Bearbeitung einspart und trotzdem immer auf dem notwendigen Wissensstand ist und entsprechend Gegenhalten kann.
Mit freundlichen Grüßen
Walter Neumann

Anonym 21.09.16, 20:30
Warum nur ist es manchmal so schwer sachlich zu bleiben? Ihr Text, Herr Neumann, enthält sofort 11 Fragen auf einmal an mich, wenn ich mich nicht verzählt habe, gepaart mit etlichen Unterstellungen, die ich so nicht geschrieben habe. Auf diese Weise bin ich nicht bereit zu argumentieren. Genau das habe ich Ihnen, Herr Neumann, bereits bei Robert geschrieben. Lassen Sie diese Unterstellungen und dann kann ich der Reihe nach ( nicht in einem einzigen Text oder Beitrag ) auf Ihre Einwände eingehen.

Erster Einwand von Ihnen ( nicht nach Ihrer Reihenfolge ) :

Unsere Politikdarsteller und unsere Medien sind fast alle gekauft. Wie soll man mit denen wirkliche Veränderungen durchsetzen. In den Medien findet das Thema CETA und TTIP gar nicht statt. Da gehen 320000 Menschen auf die Straße, aber nicht eine Sendung im öffentlich rechtlichen Fernsehen nimmt sich des Themas an. Dann noch die Geheimhaltung. Was soll das? In der ZDF Sendung die Anstalt, wurden die Verbindungen der Medien zu den VSA und die öffentliche Propaganda im Sinne der VSA mehrfach sehr anschaulich aufgezeigt. Und Sigmar Gabriel, seines Zeichens derzeitiger SPD Vorsitzender, sucht nur danach durch welche Formulierungen er die Zustimmung der "Basis" erhält. Ablehnung von CETA und / oder TTIP ist gar nicht vorgesehen. Die Linkspartei demontiert öffentlich die einzige Person die versucht im Sinne der Bevölkerung zu handeln. Nein ich meine nicht Gregor Gysi, sondern Sarah Wagenknecht. Also, von der Seite der Politik und der Medien ist keine Hilfe zu erwarten. Punkt!

Demnächst mehr, wenn nicht erneute Unterstellungen diesen Versuch unterbinden.
Beste Grüße
Peter Fischer

Anonym 21.09.16, 21:29
Sehr geehrter Peter Fischer.
Unterstellen will ich ihnen gar nichts, habe ich bestimmt auch nicht gemacht. Meine Ausführungen verstehe ich so, dass ich ihre Meinung aufgriff und dazu dann meine Gedanken aufschrieb und natürlich auch Fragen, wie sie sich zu diesen meinen Vorstellungen stellen. Das sollen also keine Unterstellungen sein, sondern meine Gedanken dazu. Ich meine, dies müsste doch auch so ersichtlich sein? Es mögen dann auch 11 Fragen sein, die aber für mich doch irgendwie zusammengehören und die sie mitnichten beantworten müssen. Sie haben nun einmal einen anderen Schreibstil wie ich, kurz und knapp und ich schreibe mehr als ausführlich. Ich kann mit ihrem Schreibstil klarkommen.

Mit ihren Darstellungen zu CETA/TTIP gehe ich konform, sehe ich auch so. Ich sehe aber keine andere Möglichkeit wie die, über die Politik Einfluss auf das Kapital zu nehmen. Dazu brauchen wir die verschiedensten Bürgerinitiativen, so sehe ich dies. Sehen sie dies anders?
Mit freundlichen Grüßen
Walter Neumann

Anonym 21.09.16, 23:28
Nun zur Abhängigkeit vom Geld des global agierenden Finanz- und Großkapitals und wie man diese brechen kann. Wichtig ist dazu den Ist Zustand klar zu verstehen und zwar nicht nur einige wenige Professoren, die sich dann auch noch untereinander streiten, sondern in der Masse der Bevölkerung. Deshalb eine kurze Beschreibung die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, sondern das rein mathematische Problem welches sich aus dem Ist Zustand ergibt, veranschaulichen will.
Geld entsteht in unserem System fast ausschließlich dadurch, dass Geschäftsbanken Kredite in Form von Giralgeld gewähren. Da dieses Giralgeld aber direkt tauschbar ist in gesetzliches Zahlungsmittel ( Bargeld ), könnte man vereinfacht sagen, dass Geschäftsbanken Geld in Form von Schulden erschaffen. Werden diese Schulden getilgt, verschwindet auch das Geld wieder. Das heißt, ohne Schulden gibt es kein Geld. Allerdings werden die Kredite nicht bedingungslos vergeben, sondern es fällt eine Gebühr in Form von Zinsen an. Das Problem dabei ist, dass diese Zinsen bei der Kreditvergabe aber nicht mit geschaffen werden, also einfach nicht da sind. Der Schuldner jedoch hat darf kein Geld schaffen und kann sich nur aus der allgemein zur Verfügung gestellten Geldmenge bedienen. Da aber alles Geld dort auf die gleiche Weise geschaffen wurde, nämlich durch Kredit gegen Zinsen, ist die Menge an Geld die nötig wäre um Schuld plus Zinsen zu begleichen, einfach nicht vorhanden. Die Lösung besteht in immer größerer Neuverschuldung. Genau das sehen wir überall auf der Welt. Ja, man kann durchaus argumentieren, dass die Banken ja auch Ausgaben in Form von Material und Personal haben und dadurch das Geld zurück in den Kreislauf fließen würde, jedoch hätte die Bank dann keinen Gewinn. Gewinn ist Umsatz minus Kosten und ohne Gewinn geht im Kapitalismus gar nichts. Halten wir also fest, das bestehende System ist vergleichbar mit dem Spiel, die Reise nach Jerusalem, bei dem immer ein Stuhl zu wenig da ist.

Ein weiteres Problem dabei ist, dass es private Banken sind ( ja, in D auch genossenschaftliche ), bei denen sich der Staat für die Finanzierung seiner Aufgaben verschulden muss. Das heißt, wir, die Steuer zahlenden Bürger ( Bürgen ) finanzieren auf diese Weise den Gewinn der privaten Banken. Nun die ganz einfache Frage:

Muss das so sein ?

Nein, der Staat könnte durchaus sein Geld selbst schöpfen und müsste sich nie mehr bei privaten Banken verschulden. Die Zinsen die er für die Vergabe von Krediten erhalten würde, könnten sinnvoll für Aufgaben des Staates verwendet werden und würden auf diese Weise in den Kreislauf zurück fließen, ohne erneut Tribut zu fordern. Dadurch könnte die Steuerlast erheblich gesenkt werden. Und, genau das war so in Amerika vor 1913. Also nix mit Kommunismus. Inwiefern man dabei dann das Erbrecht und das Eigentum unbedingt mit betrachten muss, werde ich später darlegen.

Also, ich rede und schreibe hier nicht von Hirngespinsten oder regionalen Tauschringen, sondern von ganz reellen Möglichkeiten. Ja, mit CDU, CSU, FDP, SPD, Grünen und Linken ist das nicht zu machen, da sie von der derzeitigen Situation profitieren, aber unmöglich ist das nicht. Punkt.
Beste Grüße
Peter Fischer

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Kommentare :

  1. Diese Problematik mit der Schaffung von immer mehr Geld durch die Banken ist mir bekannt. Nun gestehe ich aber den Banken zu, für die Überlassung eines Kredites, einen Zins, sprich Kostenersatz und Gewinn, zu erwirtschaften. Eine Bank ohne diese Einnahmen könnte nicht Existent bleiben. Würden wir alle Geldgeschäfte statt über Banken ausschließlich über den Staat regeln lassen müssen, damit der die Zinsen erhält, würde es garantiert für uns Kunden teurer und es bliebe beim Staat doch nichts für die sonstige Finanzierung übrig. Wie kann man also dieses Dilemma der Geldschaffung durch Kredite wegen des nicht mitgeschaffenen Zinsgeldes lösen?

    Meine genossenschaftliche Bank verdient zwar an den Zinsen und sie hat ein gutes Einkommen, welches momentan immer mehr durch den Niedrigzins sinkt, was zur Kompensation zu Gebührenerhöhungen, Filialschließungen, Personalabbau führt. Der Weg zur Abschaffung des Bargeldes ist vorgezeichnet, auch durch die niedrigen Zinsen. Es heißt Kosten einsparen und das geht am einfachsten durch Personal. Wenn alles nur noch per Handy und Internet automatisiert abläuft, ist dies abzusehen.

    Wenn der Staat selber das Geld schöpft und die Banken ersetzt, würde es meiner Meinung nach für alle viel teurer, weil der Staat nicht ein guter Wirtschafter ist. Wenn der Staat das geschöpfte Geld den Banken gegen Zins zur Verfügung stellte, müssten diese zusätzlich noch einen eigenen Zins dafür von den Kreditnehmern verlangen. Dann hätten die Kreditnehmer also zweimal, und damit erhöhte Zinsen zu zahlen. Wenn dies so geschehen würde, würde alles entsprechend teuer und der Endverbraucher zahlte dies letztendlich. Denn die Banken können ihr Geschäft nicht ohne Einnahmen aufrechterhalten. Und ohne Gewinnaussichten macht es niemand.

    So sind meine Gedanken dazu. Aber vielleicht gibt es einen anderen Weg, den ich bisher nicht sehe.

    Auch möchte ich noch darauf hinweisen, dass letztlich jeder, der für etwas einen Zins berechnet, auch daran mithilft, die Schuldmenge zu erhöhen. Beispiel: Das Finanzamt verlangt von säumigen Steuerzahlern einen Zins von 0,5 % pro Monat, oder Privat wird Geld gegen Zins verliehen. Das führt zwar zuerst nur innerhalb des Systems zu mehr Schulden, welches sich letztendlich durch vermehrte Geldbeschaffung per neue Kredite jedoch niederschlagen muss.

    Wenn es keine Vergrößerung von Schulden geben soll, dann müsste mit dem Schaffen einer neuen Menge Geldes durch eine Kreditvergabe, gleichzeitig die Zinsschuld mitgeschaffen werden. Wenn diese dem Kreditnehmer zur Verfügung gestellt wird, würde keine Ausweitung des Schuldvolumens eintreten. Dann aber könnte man sich nicht mehr vor neuen Krediten retten, wenn ich die zu zahlenden Zinsen erhielte und nur in Raten die Kreditsumme zurückzahlen müsste. Das wäre für mich auch kein Weg, der aus dieser Zwickmühle herausführte. Was gibt’s noch?

    Für mich ein gangbarer Weg wäre, wenn der Staat die Geldschöpfung betreibt und gegen Zins an die Banken weiterleitet und damit alle Kreditnehmer über die dann höher zu zahlenden Zinsen einen eigenen Anteil an der Staatsfinanzierung leisten. Dadurch würden alle anderen Steuern gesenkt oder diese Gewinne zur Schuldensenkung eingesetzt werden können. Dann bliebe aber immer noch die Erhöhung der Geldmenge durch die Kreditvergabe incl. Zinsforderung übrig. Was ist noch möglich?

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

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  2. Da sind doch einige Dinge die mehr auf neoliberale Dauerpropaganda zurück zu führen sind als auf real beruhenden Tatsachen.

    Erstens "überlassen" Banken keine Kredite, sondern setzen durch Kredite Geld in Umlauf, welches vorher gar nicht existierte. Das heißt, die Bank hat dem Schuldner gar kein Geld überlassen. Sie kassiert nur dafür Zinsen, dass sie das Recht hat eine "Ware" herbei zu "zaubern".

    Weiterhin haben wir das Problem, dass Banken eigentlich Dienstleister sein sollten, denn Banken schaffen keine Werte. Leider gibt es viel zu viele Banken, denn nur 4 Prozent der täglich umlaufenden Geldmenge wird tatsächlich für die Versorgung der Bevölkerung mit Waren benötigt. Alles andere umlaufende Geld dient nur der Spekulation und der Manipulation von Angebot und Nachfrage, um auf diese Weise Gewinne zu generieren. Nur, irgendwo müssen diese Gewinne her kommen. Das heißt, dass wir alle als Steuerzahler und über Abgaben und Preise dieses Parasitentum finanzieren. Früher, vor der Diktatur des Finanz- und Großkapitals mussten die Menschen den zehnten Teil ihres Einkommens abgeben. Bestimmt ist "Zehnt" ein Begriff. Inzwischen, trotz aller technischen Fortschritte und trotz aller Produktivitätssteigerungen bezahlen wir fast 75 Prozent unseres Einkommens in Form von Steuern und Abgaben. Hier eine kurze Auflistung:
    - rund 48 Prozent Lohn und Einkommenssteuer inklusive Soli bei entsprechendem Einkommen.
    - 19 Prozent Mehrwertsteuer
    - Mineralölsteuer
    - Energiesteuer
    - und nicht zu vergessen die so genannten "Sozialabgaben"
    Da kommt ganz schön was zusammen. Trotzdem sollen wir immer länger arbeiten. Trotzdem ist nie Geld da, es sei denn Banken und Gläubiger müssen gerettet werden. Für neu zu gereiste "Fachkräfte" ist natürlich auch sofort Geld da und das obwohl uns ständig das Gegenteil erklärt wird.

    Dann noch zu der sinngemäßen Aussage, der Staat könne nicht mit Geld umgehen. Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir, die Steuerzahler, also der Staat, die privaten Banken und vor allem deren private Gläubiger vor dem totalen Zusammenbruch gerettet haben / hat. Da konnte nur noch der Staat helfen. Also ist eine solche Aussage bei genauer Überprüfung nichts als billige Polemik.

    Fazit:
    Banken sollten haben durch das Monopol der Geldschöpfung eine Rolle in unserer Gesellschaft, die ihnen nach realer Wertschöpfung gar nicht zusteht und das muss unbedingt geändert werden. Allerdings muss die Geld- und Eigentumshortung ebenfalls genauer betrachtet werden, wenn derartige Verwerfungen vermieden werden sollen. Dazu komme ich noch.

    Beste Grüße
    Peter Fischer

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  3. Sehr geehrter Herr Fischer.

    Warum stoßen sie sich an dem Wort Überlassung? Ich bin kein Fachmann, sondern Laie und kann nicht immer mit der richtigen Wortwahl glänzen.

    So wie ich es verstehe, leihen sich Banken von der Zentralbank gegen Sicherheitsstellung von Werten und Zahlung einer Zinsgebühr, Geld für die Kreditvergabe. Damit veranlasst eine Bank die Schaffung von neuem Geld über die Zentralbank. Will sie ihre eingelegten Sicherheiten zurückhaben, muss sie dafür das geliehene Geld zurückzahlen. Also schafft in Wirklichkeit die
    Zentralbank neues Geld. Die Zentralbank und die Banken schaffen mit ihrem Zins eine Geldmengenausweitung. Bei der Zentralbank ist das dann der jährliche Bundesbankgewinn.

    Die Banken sind nicht nur für den täglichen monetären Betrieb zuständig. Viel mehr wird mit den laufenden Lastschriften und Überweisungen getätigt. Vor allen Dingen die Großbanken sind versucht, zu spekulieren und zu zocken. Ich fände es sehr richtig, wenn es ein Gesetz gäbe, welches Banken in Dienstleistungsbanken und Spekulationsbanken unterteilte. Keine darf in das Geschäftsfeld der anderen tätig werden. Dann wüsste jeder, wo er bei einer Bank dran ist und die Spekulationsbanken könnten bei Schieflage einfach wie alle anderen Firmen auch, in Konkurs gehen und müssten dann auch nicht von den Regierungen gerettet werden, weil der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt im Land weitergehen könnte.

    Sicherlich ist die Abgabe aller Steuern und aller sonstigen Abgaben viel zu hoch. Aber die Steuerzahler mit 48% Steuern zahlen keine Sozialabgaben. Gerade das ist für mich eine große Ungerechtigkeit. Ein Lohnempfänger mit mittlerem Verdienst zahlt zu seiner Steuer und Soli, noch die Arbeitslosen- (1,5%), Kranken- (8,2 -8,7%), Pflege- (1,425%) Rentenversicherung (9,35%), zusammen etwa 21 %. Damit zahlt er insgesamt oft noch mehr an Abgaben wie ein Manager mit einem Gehaltseinkommen von Millionen. Von der Zahlung für Wertpapiergewinn ganz zu schweigen, da das nur mit 25 % pauschal versteuert wird.

    Die Bankenrettung war doch nur notwendig, weil es keine getrennten Banksysteme gibt. Aber es ist auch möglich, dass bei getrennten Banksystemen trotzdem Geld für die Rettung von Zockerbanken eingesetzt worden wäre. Polemisch meine ich dies nicht, weil der Staat manchmal für uns Normalverbraucher irrational handelt und das oder der Eine wichtiger ist wie das oder der Andere.

    Meiner Aussage, dass der Staat kein guter Wirtschafter ist, dem stimmen sie meiner Meinung nach doch zu, wenn sie darauf hinweisen, dass nie Geld da ist, trotz der hohen Abgaben, welche geleistet werden. Das zeugt doch von nicht gutem Wirtschaften. Damit will ich ihnen nun aber nicht unterstellen, dass sie das genau so sehen, sondern nur, dass ich das so sehe, dass sie dies auch so sehen. Ob ich mich damit für sie klar genug ausgedrückt habe, weiß ich nicht.

    Die Banken brauchen für die Kreditvergabe einen Zins. Ob er so hoch sein muss, wie sie den einfordern, steht auf einem anderen Blatt. Und dass dieser Zins eine Geldschöpfung aus dem nichts ist, stimmt auch, aber wie sollte/könnte es sonst geregelt werden? Dass Geld- und Eigentum anders verteilt werden müsste, ist bestimmt Konsens. Es gibt noch so vieles, was miteinander zu tun hat und voneinander abhängt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

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  4. Sehen Sie Herr Neumann, da lese ich Sie seit über 5 Jahren in verschiedenen Blogs und dachte, dass Sie inzwischen wüssten wie das mit den Banken und der Kreditvergabe funktioniert, da ich und viele andere den Vorgang mehrfach ausführlich dargelegt haben. Ja, Geschäftsbanken müssen eine Sicherheitsleistung bei der Zentralbank hinterlegen, die Giralgeldschöpfung erfolgt jedoch ohne Zutun der Zentralbank. Und nochmals ja, es gibt dafür gewisse Bedingungen. Um das Ganze nicht nochmal in einem sehr ausführlichen Text hier niederschreiben zu müssen, schauen Sie sich doch einfach mal dieses Video an:

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwj2r8DiqKXPAhXHvxQKHbrDBFYQyCkIJTAA&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DK7wy3duWk08&usg=AFQjCNG5x5SVQ2yPQqo4nTwg50z_nbwZGA

    Das ist die gängige Praxis und sehr gut erklärt. Danach können Sie gern Ihre Fragen stellen. Aber bitte nicht so viele auf einmal, denn ich bin noch berufstätig.

    Beste Grüße
    Peter Fischer

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  5. Sehr geehrter Herr Fischer.

    Den Film habe ich mir angesehen. Er erklärt ausführlich und in verschiedenen Varianten das Banksystem als Geldherstellmaschine. Soweit war und ist mir dies bekannt. Was ich in dem Film vergeblich als Information vermisst habe, ist, was mit dem erzeugten Kredit für einen Kunden durch eine Bank geschieht, nachdem der Kredit zurückgezahlt wurde?

    Was ich nicht wusste ist, dass durch eine Sicherheitseinlage einer Bank, diese darauf solange neue Kredite gewähren kann, bis die Sicherheitsleistung 99-fach ausgenutzt wurde. Sie selber schreiben nur kurz, dass die Bank für die Kreditvergabe bei der Zentralbank eine Sicherheitsleistung hinterlegen muss. Dies ist mir so auch bekannt mit Verhältnis 1 : 9.

    Bisher bin ich davon ausgegangen dass die Bank entsprechend der Rückzahlung ihres Kunden, auch den Kredit bei der Zentralbank zurückbuchen muss, bis sie dort wieder mit diesem Kredit bei null steht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Banken dieses Kreditgeld für sich als Einkommen generieren können. Das wäre ja abstrakt! Dies wurde aber mit keinem Wort im Filmbeitrag erwähnt, sondern so getan, als wenn die Bank dieses Geld behielte!

    Sollte das so sein, verstehe ich nicht die Schwierigkeiten von Banken. Meine genossenschaftliche Bank verleiht jährlich einige Hundert Millionen €, weist aber nur einen Gewinn von einigen Millionen € aus. Wo bleibt dann der große Rest?

    Verzeihung, aber das kann ich mir nicht vorstellen, dass dies so gehandhabt wird und der Staat muss sich verschulden, während die Banken, was mit dem Geld machen? Wohin verschwindet es? Es taucht auch nicht in den Bilanzen auf!

    Vielleicht wissen sie mehr und anderes, oder zahlen sie es doch an die Zentralbank zurück? Dann bliebe ja bei einer Kreditvergabe nur die Buchgeldvermehrung wegen der zurückzuzahlenden Zinsen übrig. Was für sich alleine ja schon irgendwann zum Geldkollaps führen muss.

    Ich hoffe, es waren nicht zu viele Fragen auf einmal.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

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  6. "
    Den Film habe ich mir angesehen. Er erklärt ausführlich und in verschiedenen Varianten das Banksystem als Geldherstellmaschine. Soweit war und ist mir dies bekannt. Was ich in dem Film vergeblich als Information vermisst habe, ist, was mit dem erzeugten Kredit für einen Kunden durch eine Bank geschieht, nachdem der Kredit zurückgezahlt wurde?"

    Wenn ein Kredit zurück gezahlt wird, verschwindet auch das Geld wieder. Deshalb auch die doppelte Buchhaltung, denn Schulden und Vermögen sind immer gleich hoch.

    Den Rest bitte etwas präziser formulieren. Wenn eine Bank Gewinn macht, dann taucht der auch in der Bilanz auf. Das Problem sehe ich eher in den Aktiva, denn wer will wirklich den tatsächlichen Wert der von den Banken emittierten Wertpapieren ermitteln und überprüfen?

    Beste Grüße
    Peter Fischer

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  7. Sehr geehrter Herr Fischer.

    Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, dann wird daraus neues Buchgeld. Also der Kredit erhöht die vorhandene Geldmenge. Die Bank hat dafür nur eine Sicherheit hinterlegt, welche nach dem Ende des Kredites wieder frei wird oder für einen neuen Kredit erneut verwendet werden kann.

    Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, wird daraus ja nicht nur neues Buchgeld, sondern müsste doch auch die Aktiva-Seite in der Bilanz erhöhen. Meine Bank gibt je Jahr ca. 300 Mio. € an Kredite aus. Dann hätte sie ja aus dem Nichts 300 Mio. € Gewinn gemacht und das jedes Jahr neu, wenn sie diese Kredite nicht an die Zentralbank wieder zurückzahlen müsste. Die weisen in der Bilanz aber keine 3 Mio. € Gewinn vor Steuern aus.

    Wenn diese neuen Kredite in dieser Höhe aber weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung auftauchen, dann kann die Schaffung von neuem Buchgeld durch Kreditaufnahme nicht zugunsten der Banken gehen. Da muss es doch andere Mechanismen geben, aber welche?

    Ich meinte bisher, die Banken müssten diese Kredite sukzessive an die Zentralbank zurückzahlen. Dann müssten aber entsprechende Posten in der Bilanz ausgewiesen werden. Ist aber nicht. Da aber auch der entsprechende Gewinn von 300 Mio. €, außer dem Zinsgewinn fehlt, kann es doch nur so sein, dass die Banken dieses Giralgeld zwar kreieren, aber es anders und nicht zu ihren Gunsten verbucht wird.

    Wo bleiben dann diese neu erschaffenen Geldmengen? Bei der Bank bestimmt nicht. Denn dann hätten längst alle Großkapitalisten Banken gegründet und würden nichts Anderes mehr machen, außer Bank und die Dt. Bank würde sich für die aktuelle Schadensforderung der USA über ca. 13 Mia. US-Dollar wohl keinen Kopf machen müssen.

    Vielleicht können sie mich und alle anderen Leser, welche diesen Weg nicht kennen, aufklären?

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

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  8. Sagen Sie mal Herr Neumann, was soll das? Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, dann wird das erschaffene Geld als Guthaben doch auf das Konto des Schuldners gebucht und nicht auf das Konto der Bank.

    Wenn ich Sie richtig verstehe, dann meinen Sie, dass dann das Geld, wenn es zurück gezahlt wird, bei der Bank nun vorhanden sein müsste?

    Ja und nein!

    Ja, wenn es sich tatsächlich um vorhandenes Bargeld gehandelt hätte. Das würde nur verschwinden, wenn man es auch tatsächlich vernichten würde ( zum Beispiel verbrennen bei Papiergeld oder einschmelzen bei Münzen ).

    Aber selbst das würde die Bank niemals ohne Sicherheit oder Gegenwert in den Kreislauf entlassen, denn dann könnte man auch gleich Falschgeld drucken.

    Nein in der Welt des Buchgeldes, in der die Konten wieder auf null gestellt werden. Und zwar die Konten der Bank und des Schuldners ( betreffs des Kredites ). Wenn sie mir nicht glauben, können Sie das auch im Netz an vielen Stellen nachlesen. Unter anderem sehr ausführlich bei Egon W Kreutzer.

    http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Sammlung%20Geld.html

    Beste Grüße
    Peter Fischer


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  9. Sehr geehrter Herr Fischer.

    Da im Geschäftsleben alles nur statthaft ist, wenn Geld-, Waren-, Immobilien-, Maschinengeschäfte auf entsprechende Gegenkonten doppelt gebucht werden, es also eine doppelte Buchführung gibt, muss Geld von der Bank, welches einem Kreditnehmer gewährt wird, natürlich auf der Habenseite des Kunden gebucht werden. Gleichzeitig wird diese Kreditabgabe von Geld jedoch auf der Sollseite der Bank als Ausgabe, als Abgabe dieser Vermögensmenge gebucht. Anders geht es nicht. Es sei denn, es ist ein durchlaufender Posten und eine Bank war nur Vermittler dieses Kredites. Passiert so auch oft genug.

    Wenn das Geld dann zurückfließt an die Bank, wird das entsprechende Konto bei der Bank von jeder Zahlung dort im Haben gebucht, bis beide Seiten gleich groß sind, dann wird das Konto als erledigt gekennzeichnet, quasi gelöscht. Die gezahlten Zinsen des Kunden kommen als Einnahmen auf ein extra Konto.

    Meist finanzieren die Banken ihre Kreditvergabe doch aus den eigenen Kundeneinlagen. Durch den Zinsgewinn dieser Handlung, Zinsen für Einlagen zu gewähren und höhere Zinsen für die Verleihung erzielen die Banken unter anderem ihren Gewinn. Sollten die Kundeneinlagen für die Kreditgewährung nicht ausreichen, Refinanzieren sich die Banken bei ihren vorgelagerten Kreditinstituten, bei den Genossenschaften über die DZ Bank und die Sparkassen z. B. über die Westdeutsche Landesbank. Diese vorgelagerten Banken und die nicht organisierten anderen Banken, wie die Deutsche Bank müssen sich, wenn notwendig, bei der Zentralbank refinanzieren.

    Und dort gilt dann das gleiche mit der doppelten Buchführung, die refinanzierende Bank erhält die Gutschrift der Zentralbank auf der Habenseite und die Zentralbank bucht für diese Refinanzierung den geliehenen Betrag auf der Sollseite in ihrer Buchführung. Und dort wird das Geld Zug um Zug, so wie es vereinbart war, zurückerstattet und damit gegengebucht, bis das die Salden gleich sind und der Kredit erledigt ist.

    So und nicht anders kenne ich es. Aus dem Film konnte ich nur entnehmen, als wenn die Banken mit jedem Kredit nur neues Giralgeld erschaffen würden und die Kreditnehmer das Geld an die Bank zurückzahlen und es dort verbleibt (als Gewinn). Das habe ich versucht darzustellen und auch, warum es so nicht sein kann.

    Bei Kreutzer habe ich dazu nichts gefunden, was nicht heißt, dass doch etwas da sein könnte.
    Vielleicht haben wir auch aneinander vorbei geredet und meinen den gleichen Ablauf?

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

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  10. "Aus dem Film konnte ich nur entnehmen, als wenn die Banken mit jedem Kredit nur neues Giralgeld erschaffen würden und die Kreditnehmer das Geld an die Bank zurückzahlen und es dort verbleibt (als Gewinn)."

    Weder der Film, noch Herr Kreutzer, noch meine Wenigkeit hat solches je behauptet. Das genaue Gegenteil ist der Fall, denn ich habe immer und immer wieder geschrieben, dass das Geld mit der Rückzahlung des Kredites wieder verschwindet. Das heißt, ohne Schulden kein Geld. Punkt. Auch der Film geht mehrfach darauf ein. Selbst ohne die genau detaillierte Dokumentation der Buchhaltung ( Sie haben noch den Vorgang der Bilanzverlängerung vergessen zu erwähnen und zu beschreiben ;-) ) ändert das nichts am eigentlichen Problem, nämlich, dass das System nur durch ständig steigende Neuverschuldung am Laufen gehalten werden kann. Deshalb denkt sogar Draghi inzwischen über Helikoptergeld nach, da seine Zinspolitik nicht dazu führt, dass das Geld in der Realwirtschaft nachfragewirksam wird.

    Bleibt also die Frage, was wollten Sie erreichen? Wollten Sie dokumentieren, dass Sie etwas von Buchhaltung verstehen? Oder vielleicht haben Sie mal in einer Bank gearbeitet, eventuell sogar nicht nur als sichtbares Personal? Es ist mir egal, da eine solche Diskussion nie zu einem Ergebnis führt. Die Detailverliebtheit lenkt nur vom Kern des Problems ab. Dieser Kern ist nämlich ganz einfache Mathematik. Schuld plus Zins ist immer höher als die eigentliche Schuld. Daran ändert auch die doppelte Buchhaltung nichts. und genau das ist es, was ich immer und überall versuche, nämlich diese "Taschenspielertricks" zu entlarven.

    Ähnliches passiert auch ständig, wenn ich mit Vertretern der österreichischen Schule der Volkswirtschaft diskutiere. Die wollen mir immer ihre Grenzwerttheorie erläutern, ohne jemals die Frage zu beantworten, wo denn nun eigentlich der Gewinn her kommt? Die ganz einfache Tatsache, dass einem Gewinn auf der einen Seite immer ein Verlust auf der anderen Seite oder besser irgendwo im System gegenübersteht, können oder wollen sie nicht begreifen.

    Also frage ich Sie Herr Neumann, was hat diese von Ihnen geführte Diskussion nun am Kern geändert?

    Beste Grüße
    Peter Fischer

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  11. Ja ich weiß schon Ralf, die Menschen haben leider nicht genug gespendet und aus diesem Grunde war die Aktion leider nicht erfolgreich im Sinne eines Stopps von CETA.

    Beste Grüße
    Peter Fischer
    Hallo Peter, wollen wir wirklich uns auf dieses Niveau begeben?
    Ich habe nie behauptet, dass CETA über die Höhe von Spenden für Bürgerinitiativen gekippt werden kann. Es ist doch richtig, dass wir vom Grundsatz her die gleiche Meinung haben und die Ursachen kennen. Nur mein Ansatz ist ein Anderer.
    Noch müssen wir uns in D. mit den Spielregeln einer sogenannten Demokratie auseinandersetzten und da stehen eben Parteien als Entscheidungsträger für das Großkapital zur Verfügung. Ich klammere mal bewusst Teile der Linken um Wagenknecht aus.
    Wenn also unsere Volksvertreter bedingungslos ihren Parteioberen folgen, auch Austritte ihrer Parteimitglieder an der Basis, nicht nur bei der SPD, billigend in Kauf nehmen, den Schwachsinn verbreiten, dass die AfD ein Alleinstellungsmerkmal der neuen BL ist, muss es unter politisch interessierten Menschen zu einer Gegenwehr gesamtdeutsch kommen.
    Und um die Spielregeln des demokratischen Staats einzuhalten, bleiben nur Bürgerinitiativen übrig. Desto stärker diese Bewegungen werden, muss die Gegenseite einlenken, oder es kommt tatsächlich zu einer Revolution, die aber mit Sicherheit nicht friedlich verlaufen wird.Ich sehe im Moment nicht mehr die Diskussion in kleineren Kreisen , oder unabhängigen Blogs als Allheilmittel, um etwas zu verändern, sondern die Straße.
    Ich habe vor den 17.09. bei der Verteilung von Flyern, bewusst den Kontakt mit den Mitbürgern gesucht. Ich wollte einen persönlichen kleinen Beitrag leisten.
    Zum großen Teil konnte ich feststellen, dass die Menschen doch zum Nachdenken gekommen sind und vorallen den Systemmedien sehr skeptisch gegenüberstehen, wenn es um CETA und TTIP geht. Ich denke schon, dass Bürgerproteste, organisiert von Bürgerinitiativen, ein Umdenken bei den Menschen bewegen können und das die etablierten Parteien spüren werden, damit schließe ich aber als Lösung die AfD für mich kategorisch aus.

    Gruß Ralf

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  12. "Und um die Spielregeln des demokratischen Staats einzuhalten, bleiben nur Bürgerinitiativen übrig."

    Zu keinem Zeitpunkt habe ich behauptet, dass möglich wäre etwas zu verändern ohne die vorgegebenen "Spielregeln" zu verlassen. Die "Spielregeln" sind deshalb so wie sie sind, damit sich am Status Quo nichts ändern kann! Nennen Sie, werter Ralf, mir nur ein einziges Beispiel, wo sich durch Wahlen, Eingaben, Petitionen oder Demonstrationen wirklich etwas Grundlegendes geändert hat.

    Ich unterstelle Ihnen, werter Ralf, dass Sie die Grundlage der Macht, nämlich das Tribut fordernde Eigentum des Finanz- und Großkapitals, in seiner vollen Tragweite noch gar nicht begriffen haben. Punkt!

    Peter Fischer


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    1. Jetzt auch noch so förmlich!
      ….dass Sie die Grundlage der Macht, nämlich das Tribut fordernde Eigentum des Finanz- und Großkapitals, in seiner vollen Tragweite noch gar nicht begriffen haben. Punkt!

      Denke ich nicht, nur suche ich und Millionen von Menschen noch nach friedlichen Mitteln, um genau diese Grundlagen zu verändern.Ob wir Erfolg haben werden, weiß ich nicht.
      Mir sind jedoch Menschen, wie eine Marianne Grimmenstein sehr angetan, die alles versuchen, um CETA zu verhindern.Die mündliche Verhandlung wird zu den fünf CETA-Klagen beim Bundesverfassungsgericht gegen die vorläufige Anwendung am 12.Oktober stattfinden. Urteilsverkündung ist schon am 13. Oktober.
      Vorweg, ich weiß natürlich auch, was das Bundesverfassungsgericht ist.
      Die Beschäftigung mit den Bundesverfassungsgericht zeigt, dass auch dieses Gericht ein politisches Gericht ist.Die Richterschaft wird über einen Parteienproporz besetzt.
      Trotzdem muss man diesen Weg erstmal gehen.
      P.F 21.09.16, 23:28

      …..Ja, mit CDU, CSU, FDP, SPD, Grünen und Linken ist das nicht zu machen, da sie von der derzeitigen Situation profitieren, aber unmöglich ist das nicht. Punkt.

      Sehe ich übrigens genauso. Nur würde ich den Satz ergänzen. Mit der Bemerkung :
      Und erst recht nicht mit der AfD.

      Ralf Nietzschmann

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  13. Sehr geehrter Herr Fischer.

    Unsere schriftliche Diskussion hat am Kern nichts geändert. Es ist so, wie ich es vor unserer Diskussion schon wusste, dass immer mehr Geld durch die Zinsen auf Kredite geschaffen wird. Woran ich mich gestoßen habe, ist ihre dauernde Behauptung, dass die Banken aus dem Nichts Giralgeld beschaffen und ich der festen Meinung bin, dass dies nur über den Weg mit der Zentralbank geht.

    Der Film erklärt nur immer wieder, dass durch Kredite neues Geld geschaffen wird, er erklärt nicht, wie das Geld seinen Rückfluss nimmt und damit dann „nur“ das Zinsgeld als neu geschaffenes Geld im System bleibt. Dieses Zinsgeld ist sicherlich genug, im die Geldmenge einmal so aufzublähen, dass es implodiert. Fragt sich nur, wie lange es bis zu diesem Zeitpunkt noch braucht.

    Also waren wir von vorne herein der gleichen Meinung, dass durch Kreditvergaben nur die Zinsen die Geldmenge erhöhen. Weiterhin unterschiedlicher Meinung sind wir wohl, wer neues Geld durch Kredite kreiert, bis dieses Geld zurückgezahlt ist. Sie sagen die Banken und ich bleibe dabei, dass die Banken sich selber dies Geld bei der Zentralbank leihen müssen, wenn sie nicht Kundeneinlagen oder sonstige Vermögenswerten für die Kreditvergabe haben.

    Überflüssig war sie für mich diese Diskussion trotzdem nicht, weil sie mir zeigte, dass ich mit Ihnen nicht vernünftig diskutieren kann. Sie unterstellen mir mehrmals, dass ich ihnen Meinungen unterstelle, können nicht feststellen, dass dies meine Meinung zu dem Thema ist oder ich ihre Argumente so verstanden habe. Und nun fangen sie wirklich auch noch an, mir zu unterstellen, dass ich ihnen darbringen will, mal bei einer Bank gearbeitet zu haben und/oder ihnen und damit allen Lesern dokumentieren will, etwas von Buchhaltung zu verstehen.

    Ich will ihnen gar nichts dokumentieren noch ihnen unterstellen, habe ich bisher auch noch nie. Ihre Einstellung zu dem, was andere Schreiben zeigt mir jedoch, dass sie laufend anderen etwas unterstellen, was diese machen, denken, tun und sind daher wohl auf diesem Gebiet über die Maßen hinaus empfindlich. Für mich ist die Diskussion mit Ihnen damit beendet und um dabei zu bleiben, wie sie ihre Meinung anderen gegenüber festzurren wollen: Punkt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

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  14. Werter Herr Fischer,
    sie mögen Fakten gut darlegen können. Nur haben auch sie keine Lösungen, wie realistisch, also machbar Veränderungen in der Praxis erfolgen können. Für mich sind sie ein Theoretiker mit der Neigung zur Rechthaberei. Da gefallen mir Kommentare von den Herren Neumann und Nietzschmann bedeutend besser.

    Manfred Beierlein früher Leipzig jetzt Ulm

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    1. Niemand zwingt Sie mich zu mögen, Herr Beierlein. Ja, Diplomatie gehört nicht zu meinen Stärken. Was ändert das aber an meinen Aussagen? Ist etwas nur deshalb falsch oder richtig, weil es undiplomatisch oder diplomatisch vorgetragen wird? Also bitte ich auch Sie, mir doch eventuell ein Beispiel zu nennen, wo Wahlen, Eingaben, Petitionen oder Demonstrationen grundlegende Veränderungen bewirkt haben. Ich gebe zu, dass ich vermute, dass Sie es nicht können. Wie sagte Albert Einstein doch gleich?

      "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."

      oder auch

      "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten."

      Deshalb nochmal, auf die Weise funktioniert es nicht. Auch dann nicht, wenn ich ebenfalls keine Lösungen habe. Selbst Frau Merkel denkt nicht ansatzweise darüber nach, den Flüchtlingsstrom zu begrenzen, sondern nur darüber, wie sie die derzeitige Lage beruhigen kann, um danach ungestört fortfahren zu können.

      Auch wenn ich keine Lösungen habe, so weiß ich zumindest, dass Sie nur dann etwas ändern können, wenn Sie die wirkliche Machtfrage stellen. Sorry, wenn Ihnen das zu direkt ist.

      Peter Fischer

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  15. Zu den Gedanken des "Fiat-Money" und dessen schädlichen Wirkungen (für den größten Teil der Bevölkerung) wie sie Peter Fischer und ich vertreten, sei folgende Erklärung nachgeschoben:

    Den Ausgangspunkt bildet die allgemeine, monetäre Gesamtwirtschaftliche Verkehrsgleichung:

    M * v = T * P(index)

    Mit dieser Gleichung wird beschrieben, dass sämtliche Transaktionen in einer Volkswirtschaft(Kauf/Verkaufakte) mit Geld abgewickelt werden.

    1.) Auf der linken Seite steht das Symbol M für die Geldmenge, das Sybol v für die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes.

    2.) Auf der rechten Seite steht das Symbol T für das Volumen an Transaktionen, P(index) für den Preisindex.

    Daraus ergibt sich zwingend: steigt T in Menge oder Wert, muß M ebenfalls steigen, wenn v konstant bleibt (diese Annahme ist empirisch hinreichend bestätigt).

    Da 4% der umlaufenden Geldmenge von Zentralbankgeld gebildet wird, muss der Rest Giralgeld, sein. Entsprungen den Kreditschöpfungsmöglichkeiten der Geschäftsbanken, die zur Refinanzierung ihrer Mindestreserve bei der Bundesbank auf den internationalen Bankenmarkt (Interbankenmarkt) zurückgreifen können, also von Krediten der Zentralbank nicht mehr abhängig sind. D. h. die Notenbanken liegen im Schlepptau der Geschäftsbanken (siehe Draghi "All what ist takes.....). das wiederum heißt: Die Notenbanken hinken dem Interbankenmarkt hinterher.

    Der Wert einer Währung ist nur stabil, wenn M mit T * P Schritt hält. Oder: Wenn sich die Knappheit der Güter/Leistungen in der Knappheit einer verfügbaren Geldmenge spiegelt. Der Sachverhalt der Geldknappheit entfällt durch die globalen Refinanzierungsmöglichkeiten des Geschäftsbankensektor. Dadurch wird möglich, dass Fiat-Money von Banken in beliebiger Höhe durch Bilanzverlängerung erzeugt werden kann. Wenn eine Bank Kredit gewährt und einen Betrag X an den Kreditnehmer überweist, leiht sie sich zur gleichen Zeit dies Geld bei einer anderen Bank. Giralgeld kann nur durch Schulden in gleicher Höhe entstehen. Auf gleichem Wege wird die Geldlücke geschlossen, die mit der Zinsforderung einhergeht.

    Da eine frei konvertible Währung immer einen Anspruch auf reale Güter bzw. endliche Ressourcen repräsentiert, sind mit der Möglichkeit zu Fiat-Money die natürlichen Grenzen für reales Wachstum aufgehoben, wenn das gesamtsystem nicht implodiert.



    Die Macht der Zentralbanken über die Geldbasis (Zentralbankgeld) die gesamte Geldmenge zu steuern wird außer Kraft gesetzt (wie es ehedem der Bundesbank noch möglich war), wenn das Publikum seinen Nullen auf den Girokonten vertraut. Wollen alle alles abheben, ist es nicht mehr da. Geld ist (ontisch) was als Geld angesehen wird.

    Die Dummheit wird so riesengroß, bis sie keiner mehr sieht (B. Brecht).

    Gruß
    Paulus

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  16. Zitat Paulus:
    "Wollen alle alles abheben, ist es nicht mehr da."
    Zitat Paulus Ende.

    Genau davor fürchtet sich das Finanz- und Großkapital. Deshalb der immer lauter werdende Ruf nach Abschaffung des Bargeldes unter fadenscheinigen Begründungen, wie, Bargeld wir hauptsächlich für Verbrechen und Steuerhinterziehung genutzt.

    Siehe hier:
    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwid4PWfz6_PAhVDaRQKHR86D5AQFggjMAA&url=http%3A%2F%2Fwww.fondsprofessionell.de%2Fnews%2Fmaerkte%2Fheadline%2Fkenneth-rogoff-meine-argumente-gegen-bargeld-126954%2F&usg=AFQjCNHoYHAkNjGBQhr_MpQFCPddmElqZA

    Warum kommt nur niemand auf die Idee Waffen zu verbieten? Waffen werden fast ausschließlich zum Töten genutzt.

    Nein, es geht niemals um das Bekämpfen von Verbrechen und Steuerhinterziehung, sondern um

    a) einen Bunkrun bei dem der ganze Schwindel auffliegen würde zu verhindern

    und

    b) die Möglichkeit Negativzinsen zu umgehen abzuschaffen.

    Leider merken es viel zu wenige!

    Peter Fischer

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  17. https://www.youtube.com/watch?v=PqOgXQRuxHE

    https://www.youtube.com/watch?v=nwQibSonNYo

    Peter Fischer

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    1. Nur zur Ergänzung und Illustration sei eine bescheidene Forderung voran gestellt:

      "Gib mir die Welt + 5%!!"

      Diese ironisch gemeinte Bemerkung treibt rhetorisch den Wahnsinn des Schuldgeldsystem auf die Spitze!!

      Es kann wohl nicht oft genug wiederholt werden: Schuldgeld entsteht durch einfachen Buchungssatz. Sobald ein Kreditnehmer einen Schuldvertrag unterschrieben hat, bucht die Bank Forderungen an A (auf Aktivseite der Bilanz) an Verbindlichkeiten gegenüber A (auf Passivseite der Bilanz) in gleicher Höhe. Diesen Vorgang nennt man Bilanzverlängerung. So entsteht Geld, das vorher gar nicht existierte. Diese Mechanik des Geldschöpfens gilt nicht für den im Kreditvertrag festgelegten Zinssatz!! Der muss aus der schon vorhandenen Geldmenge heraus refinanziert werden.

      Im Unterschied dazu glauben die meisten Menschen, Geld entstehe durch Arbeit, Handel mit Gewinn usw. Geld dieses Typs entsteht aber nicht durch Buchungssatz, es wechselt den Besitzer, weil es schon existiert. Wenn aber die Schuldgeldmenge monoton und exponentiell wächst, können nicht alle Kreditnehmer gleichzeitig ihre Zinslast aus der bestehenden Geldmenge "herbeizaubern". Insolvenzen gehören damit zum System des Schuldgeldes. In anderen Worten: Der GR Bankrott ist unvermeidbar - da kann Schäuble erzählen was er will. Es sei denn D hilft mit Zahlungen aus dem Steuersäckel oder verzichtet auf Tilgung und Zinsen. Soviel zum "Riesenvorteil" den D angeblich aus den EU Verträgen zieht.

      Erst nach der Wahl kommt die Wahrheit scheibchenweise auf den Tisch. Dann wird klar werden was "Superschulz" immer unter Schuldenunion verstanden hat - da war er ja noch EU Parlamentspräsident.

      Gruß
      Paulus

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  18. Zur Kritik an Campact in den NDS, möchte ich folgendes bemerken.
    Die Demos gegen CETA, organisiert u.a. von Campact, bezogen sich in erster Linie gegen CETA.
    Mir ist persönlich in Leipzig nicht bekannt, dass es gegenüber Russland und Putin abfällige Bemerkungen, oder Tendenzen gab.Ich habe Campact seit Jahren als parteiunabhängig erlebt. Campact erinnert mich an die Bürgerbewegung 1989 in der DDR. Auch dort gab es durchaus unterschiedliche Auffassungen zur Neugestaltung der DDR, die ja schließlich im Beitritt zum GG der BRD endete.
    Im Fall Russland und Putin, muss man ganz einfach die gezielte Meinungsmache berücksichtigen.
    Ich gebe Albrecht Müller ausdrücklich recht, wenn er die Anfälligkeit von eher nachdenklichen Menschen gegenüber der täglichen Propaganda gegenüber Russland beklagt.
    Es ist durchaus gerechtfertigt manchen Mitbürger mit Sarkasmus zu begegnen, wenn es um geopolitische Auseinandersetzungen zwischen VSA und deren Vasallen vs. Russland geht.
    Ein treffender Beitrag unter http://www.der-postillon.com/2016/10/mossul-aleppo.html,
    dazu.
    Genau, wie dort geschildert, verhalten sich ein großer Teil unserer Politikdarsteller.
    Ja nicht nachdenken, wer die Kriege angefangen hat und wer profitiert. Über Facebook kann man jetzt sogar bei Kaffee und Kuchen am heimischen PC im warmen Sessel den Krieg live verfolgen.
    Noch sind wir ja nicht betroffen, aber es schmerzt, wenn meine Generation , die Krieg und Elend am eigenen Leib erleben mussten, eine solche Politik in D. nun wieder erleben müssen.
    Zu CETA möchte ich noch auf einen Link hinweisen:
    https://makroskop.eu/2016/10/menetekel-aus-karlsruhe/
    Ich bleibe dabei, ganz spurlos ist der Protest doch nicht gewesen und es der Protest muss weitergehen.

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  19. Zu Systemmedien und eigenes Nachdenken

    Ihre Einschätzung zu den genannten Grünen, teile ich. Es gibt aber durchaus Politiker von den Grünen, die eine vernünftige Politik vertreten. Mit Sven Giegold, Anton Hofreiter und Rebecca Harms, stimme ich in vielen Fällen überein. Nur zur Ukraine, kann ich R. Harms keinesfalls zustimmen.
    In diesem Punkt folgt R. Harms vielleicht diesem Ansatz, der von EWK im genannten Link, wie folgt beschrieben wird.

    So ist das. Entweder, du kümmerst dich um gar nichts und funktionierst einfach so vor dich hin, oder du bekommst genau das, was dich fast zum Wahnsinn treibt, jeden Tag voll ins Hirn, bis eines Tages der Selbstreinigungsmechanismus versagt. Dann bist du da angekommen, wo sie dich haben wollen.

    Es wird immer schwieriger gegen die gezielte Meinungsmache einen klaren Kopf zu bewahren.
    Bestes Beispiel Syrien in Aleppo. Böse Russen unterstützen rechtmäßige syrische Regierung gegen die Terroristen und töten Menschen bei den Luftangriffen.
    In Mossul, wird auch gegen die IS gekämpft und Menschen getötet. Dort aber töten die Guten.
    Das kleine Wallonien, stellt sich quer zu den 500 Millionen EU Bürgern und will Ceta verhindern, so in den Medien. Man suggeriert damit, dass alle EU Bürger, außer Wallonien für Ceta sind.
    Die Medien unterstützen in Wirklichkeit eine durch und durch korrupte und antidemokratische EU-Kommission. Die widerspenstigen Wallonen, sollen mit Hilfsgeldern und Investitionszusagen korrumpiert werden, damit sie, so die Hoffnung der EU-Kommission, letztlich doch noch einknicken und politisch umfallen. So was erinnert an die Mafia.
    Im Interesse vieler EU-Bürgerinnen und Bürger kann man nur hoffen, dass die wallonischen Parlamentarier standhaft bleiben, indem sie Ceta nicht zustimmen und damit die Völker vor dem Ausverkauf an die multinationalen Großkonzerne und der Hochfinanz bewahren.

    Elsbeth

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