Samstag, 5. August 2017

Trump wirbelt im Weissen Haus und hinterlässt "fassungslose" Berater

Thema: Militärexperte

Gespräch über Afghanistan
Trump hinterlässt "fassungslose" Berater

US-Präsident Donald Trump irritiert mit Ideen zur Afghanistan-Politik der USA, sein Sicherheitsberater und Cheftratege schreien sich an, Berater verlassen ein Treffen "fassungslos" – Insider berichten aus dem Weißen Haus.

US-Präsident Donald Trump hat seine Top-Berater mit Vorstellungen zum weiteren Vorgehen der USA in Afghanistan irritiert, berichten Insider.

Bei einem Treffen im Weißen Haus habe Trump am 19. Juli nähere Informationen zum "End-Zustand" in Afghanistan gefordert. Die USA sind in diesem Land seit 16 Jahren militärisch engagiert. Ein Ende des Konflikts des US-Militärs mit den radikalislamischen Taliban in Afghanistan ist nicht in Sicht.

Stürmisches Treffen

US-Verteidigungsminister James N. Mattis
Foto: Screenshot englische Wikipedia
Das Treffen im "Situation Room" des Weißen Hauses sei stürmisch geworden, berichten Anwesende, die anonym bleiben wollen.

Trump habe dem Verteidigungsminister James Mattis und dem Generalstabschef Joseph Dunford nahegelegt, sie sollten erwägen, den US-Oberkommandierenden in Afghanistan, General John Nicholson, zu entlassen – weil er den Krieg nicht gewinnne.

Schrei-Duell zwischen Bannon und McMaster

Einige Berater hätten das Treffen "fassungslos" verlassen. Grund: Trump habe sich vehement beschwert, dass die Armee zulasse, dass die USA einen Krieg verlieren würden. "Wir gewinnen nicht", soll Trump gesagt haben, berichten mehrere Offizielle. Sie bestanden darauf, anonym zu bleiben.

Nach dem Treffen hätten sich Trumps Chefstratege Steve Bannon und der Nationale Sicherheitsberater H.R. McMaster angeschrien, als es um den Kurs der US-Politik ging, berichten Insider.

Trump verlangt afghanische Bodenschätze

Steve Bannon, Berater und Chefstratege von US-Präsident Donald Trump
Foto: Screenshot englische Wikipedia
Bei dem Treffen soll der Präsident angeregt haben, dass die USA von der afghanischen Regierung einen Teil der Einnahmen aus der lokalen Ausbeutung von Bodenschätzen verlangen sollten. Sie haben einen geschätzten Wert von rund einer Billion Dollar.

Insider berichten, Trumps Berater sollen beim Gespräch im Weißen Haus argumentiert haben, dass die Vermarktung der Bodenschätze – Iran ausgeschlossen – erst möglich sei, wenn Afghanistan gesichert sei. Trump habe sich auch darüber beschwert, dass China von Bodenschätzen in Afghanistan bereits profitieren würden.

Neue Strategie blockiert Truppenverstärkung

Trump hatte vor dem Gespräch mehrfach die lang andauernden Militäreinsätze außerhalb der USA kritisiert und im Wahlkampf eine Rückbesinnung auf das Inland propagiert. Auch international vertritt er seine "America first"-Strategie.

Insider berichten, dass McMaster, Verteidigungsminister James Mattis und weitere Berater aus Trumps Team mehrere Antworten auf Fragen des Präsidenten ausarbeiten, damit Trump einer neuen US-Strategie für Afghanistan zustimmt.

Mattis hatte geplant, die US-Truppen in Afghanisten von 8400 Soldaten um 4000 Soldaten aufzustocken. Insidern zufolge zweifelt der US-Präsidenten an der geplanten Strategie seines Verteidigungsministers. Die Pläne zur Truppenaufstockungseien seien blockiert, weil die neue Strategie unsicher wäre.

Das US-Präsidialamt lehnte einen Kommentar zu den Aussagen der Insider ab. Am Donnerstag sollte ein weiteres Treffen stattfinden.

Quelle: t-online.de


Kommentare

Tigger59m
Mal wieder ein Tag an dem die Welt von Trump gefählicher wurde.Ich persönlich glaube nicht daran, wenn es hier mal zum Krieg kommt, das die USA uns helfen. Europa soll sich auf sich besinnen, und ganz ehrlich wäre mir ein Putin an unserer Seite lieber.

achimberndt
an die Bodenschätze will, der Gierhals - da wird seine Gesinnung deutlich

Hastenix
So ganz nebenbei wird klar gesagt, worum es den "Hütern demokratischer Werte" überall auf der Welt in Wirklichkeit geht: um die Ausbeutung der Bodenschätze fremder Länder. Und die EU ist da um keinen Deut besser.
Wie man Massen von Menschen daran hindern soll, ihre ausgebeuteten Länder zu verlassen und sich ihre Zukunft da holen zu wollen, wo ihr Volksvermögen schon lange hin verschwunden ist, ist mir ein Rätsel. Oder will man ca. 7 Milliarden im Mittelmeer ersäufen? Dann wäre das aber schnell wegen Überfüllung geschlossen.

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