Montag, 7. August 2017

Presseclub 06.8.2017 - Das war der Gipfel – wer regiert die Republik?

So. 06.08.2017, 12.03 - 13.00 Uhr

Das war der Gipfel –
wer regiert die Republik?

Zu Gast:

  • Armin Maus, Braunschweiger Zeitung
  • Martina Fietz, Focus Online
  • Petra Pinzler, Die Zeit
  • Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung

  • Moderation:
    Volker Herres
    Bilder: Screenshots

    Der Diesel-Gipfel in Berlin, auch Diesel-Theater genannt, hat Minimallösungen gebracht. Hat die Autoindustrie die politischen Entscheidungsträger in Bund und Ländern eingelullt? Wer regiert die Republik, Lobbyisten?

    Die geprellten Käufer dürfen ihre Dieselautos mit neuer Software nachrüsten lassen.

    So kommen die Autokonzerne günstig davon. Und bieten noch „ein bisschen Umstiegsprämie“ für Besitzer von älteren Dieselfahrzeugen. Bleibt große Skepsis, ob all das ausreicht, um Fahrverbote in Städten zu verhindern.

    Droht also der nächste große Image- und Verkaufsschaden der Automobilindustrie? Taugt der Diesel-Krimi, die Diskussion um eine Verkehrswende, zum großen Wahlkampfthema? Wachen die Parteien und Kandidaten wenige Wochen vor der Bundestagswahl noch auf oder fährt Angela Merkel erneut im Schlafwagen ins Kanzleramt?

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    Kommentare

    frank maurer
    Was zeigt uns diese hektische Überreaktion und die Verteufelung einer bewährten Technik wirklich? Sie zeigt einmal mehr, dass die Mehrheit von der gefährlichsten Partei, die es in der BRD gab und leider noch immer gibt, den Grünen, gnadenlos vorgeführt wird. Besteht die Notwendigkeit mal wieder Entscheidungen, die unser Leben in gravierender Weise beeinflussen werden, Hals über Kopf - eher kopflos und ohne Verstand - völlig unvorbereitet und ohne echte Alternativen zu haben, in Wahlkampfzeiten durch zu peitschen? Die Notwendigkeit besteht natürlich nicht. Es völliger Unsinn irgendwelche Grenzwerte zu erfinden und die dann zum Idol zu stilisieren. Untermauert werden diese Horrorszenarien mit Pseudoargumenten und 'Fakten', die nicht nur jeder Grundlage entbehren sondern auch dermaßen hanebüschen sind, dass sich normalen Menschen die Haare sträuben. Wenn ich da lese, 19.807 Opfer in Folge von Diesel, dann muss ich nicht nur am Verstand der Bürger zweifeln.

    Theo Schiek
    Wir haben es hierbei doch mit einem millionenfachen Betrug im ganz großen Stil zu tun. Es müssen doch innerhalb der beteiligten Unternehmen hunderte von Mitarbeitern beteiligt gewesen sein, zudem wurde noch fleißig mit den Wettbewerbern das Vorgehen abgestimmt. Warum wird diese Kriminalität nicht klarer herausgestellt und mit Konsequenzen geahndet?

    Hoffmann
    Ich befürchte, daß ein entscheidener Punkt nicht behandelt wird: Die Sinnhaftigkeit der Höhe des Grenzwertes. Das würde nämlich das ganze Skandalgebäude wie ein Kartenhaus zusammenfallen lassen. In geschlossenen Räumen (z.B. Büros) gilt ein Grenzwert im Jahresmittel von 950 Mikrogramm. In Firmen, die mit dem Gas arbeiten, gibt es Gaswarnanlagen. Die reagieren zum ersten Mal bei ca. 950 Mikrogramm. Und an Straßen gilt ein Grenzwert von 40 (!) Mikrogramm. Das offenbart den ganzen Irrsinn der Debatte. Der Grenzwert entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage und ist das Produkt einer industrie- und technikfeindlichen Ideologie.

    D. Preuß
    Wenn wie bekannt geworden VW an der Regierungserklärung von Niedersachsens Ministerpräsidenten Weil mitschrieb, wenn wie bekannt seit Jahrzehnten Abgesandte der Industrie in Ministerien sitzen und an Gesetzen schreiben, wenn Politiker ohne Karenzzeit sofort auf Hohe Posten in der Industrie wechseln, ist doch die Überschrift der Sendung an sich schon beantwortet.

    R. Gerlach
    Richtig: Die Regierung ist nicht gewählt, um mit Konzernen zu dealen und zu verhandeln, sondern um zu R€GI€R€N. Aber das tut sie auch NUR in ihrem Sinne, wofür sie ja Steuern für Diäten, Pensionen, Abfindungen vom Volk verlangt und kassiert, nachdem sie gelangweilt zusieht, wie Betriebe geschlossen, Arbeitsplätze abgebaut, ins Ausland "verschoben" werden, wo sie doch "Schaden vom Volk ABW€ND€N" abzuwenden schwört. Oder schwört das nur der Bundespräsident, der sowieso kaum was mit der laufenden Bolidigg zu tun hat? Deshalb die Privatisierung. So können die kleinen Betriebe, Bauern usw. gleich mal unter den Tisch fallen. Sollen doch sehen. Neee, dazu braucht man keine Bolidigger.

    Daniel Lutz
    Guten Tag, was lernt der kleine Mann aus solchen Diskussionen, von solchen Firmen und von unserer Politik. Ehrgefühl, Ehrlichkeit & Sozialverantwortung werden mir Füßen getreten und warum sollte er dann nicht auch so leben. Auf dieser Welt dreht sich alles nur ums Geld. Ich habe die Hoffnung das sich in dieser Welt noch was ändert verloren.

    Pavel Deutscher
    Leider zeigt die Dieselaffäre wie weit wir von unserer Demokratie entfernt sind. Ab einer gewissen Stellung oder Gehalt kann ich mache was ich will. Habe " Narrenfreiheit"! Ich kann es nicht fassen. Der Betrug ist ganz klar nachgewiesen. Bis heute wurde keiner in Deutschland verhaftet? Das spricht Bände! Wie weit die Politik und Wirtschaft bis zur Unkenntlichkeit verquickt ist. Das muss schleunigst aufhören. Es müssen Signale gesetzt werden! Die Verantwortlichen müssen zur Verantwortung gezogen werden. In der Politik und in der Wirtschaft. Alles andere ist verlogen!

    Dieter M.
    "Made in Germany" war ein mal, diesen Ruf haben deutsche Autokonzerne nun massiv in Verruf gebracht. Wie schnell das ging hat auch Merkel mitruiniert, im vollen Wissen und mit Absicht. Siehe aufgedeckte Kartellbildung und Absprache. Ohne Mitwirken und Mitwissen der Politik ist das unvorstellbar. Aus "Made in Germany" ist "Made in Germoney" geworden.Bitter, aber wahr. Selber Schuld wenn man den Ruf absichtlich und vorsätzlich wider besseren Wissens ruiniert. Es müssen im Übertragen Sinne Köpfe rollen, an den Schaltzentralen der Macht. Ohne Rücksicht auf Verluste. Jeder ist ersetzbar, oder doch?

    kurt,
    Wen interessiert der Mensch. Es geht doch nur ums Geld. Sind wir doch ehrlich! Der Mensch ist nicht wirkllich interessant, sofern er nicht Geld bringt. Geld regiert die Welt, wer regiert das Geld? Hm? Wenn der Mensch kein Geld mehr einbringt, ist er uninteressant. Die Backlobby ist der Macher, wenn wir nicht mehr Macher sein wollen. Und die Journalie erzählt genau dasselbe, sie sind nicht wirklich am Menschen interessiert, nur an dem Geld, das sie für Ihre Meinungsmache bekommen. Sie reden also für das Geld und nicht für den Menschen. Ganz schön traurig. Das ist das Ergebnis von Umerziehung. Aber sie können es nicht erkennen. Würden Sie sich für den Menschen einsetzen, wären sie arbeitslos.

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