Mittwoch, 1. Februar 2017

Anne Will - 29.01.2017 - Können Sie Kanzler, Herr Schulz?


Sendung am 29. Januar 2017 | 21:45 Uhr
Der Kandidat -
Können Sie Kanzler, Herr Schulz?
Foto: Screenshot

Die SPD hat ihren Kanzlerkandidaten: Martin Schulz soll die Sozialdemokraten in den Wahlkampf führen. Doch wofür steht er? Kann er enttäuschte SPD-Wähler zurückgewinnen? Mit welchem Koalitionspartner will Schulz eine Wende herbeiführen? Und was kann er besser als Angela Merkel?

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Kommentare aus dem Blog

Vielleser schrieb am 29.01.2017 00:37 Uhr:
"Wir wollen, dass die hart arbeitenden Menschen in diesem Lande sicher und gut in Deutschland leben können.“ Ich muss grinsen. Das sagt einer, dessen Partei die Hartz4-Gesetze eingeführt, dem Jugoslawienkrieg ohne UNO-Mandat zugestimmt hat und dessen Partei die Vermögenssteuer abschaffte, um die Reichen noch reicher zu machen aber die MwST für den Normalbürger erhöhte. Mal ganz abgesehen von seiner neuesten Äusserung der Terror gehört zu den Lebensrisiken des 21. Jahrhunderts. Es ist das Beispiel par excellence für eine weltfremde Elite, die keinen Bezug mehr zum Leben der normalen Menschen hat. Es gab mal Zeiten, da wurden Politiker nach Brüssel entsorgt. Mittlerweile scheint in der SPD die Personaldecke so dünn zu sein, dass aus Brüssel Reimportiert betrieben wird

Wolfgang Hugo schrieb am 29.01.2017 08:21 Uhr:
Ja, Kanzler mag er können. Aber wie? Weitere Rechtsbrüche der Eurovereinbarungen von denen wir bisher 164 schon hatten. Oder weiter mit Schengen dass von Anfang an löchrig wie ein Schweizer Käse ist?
Oder weiter Rentenkürzungen wo wir schon jetzt bei 47% angekommen sind. Weiter Beitragsfreiheit der Beamten für die Altersversorgung?
Dann braucht die AfD keinen Wahlkampf mehr zu machen den macht dann die SPD

Bettina schrieb am 29.01.2017 09:00 Uhr:
Fragen Sie den Herrn schulz mal bitte, wie er eine Nähe zum Bürger aufbauen will? Er hat während seiner Tätigkeit in Brüssel jeden Tag 395€ erhalten, zu seinem Gehalt. Jeden KALENDERTAG. Und egal, ob er überhaupt in Brüssel war oder auch nicht. Da geht doch jegliche Nähe verloren. Abgehoben und weltfremd. Und fragen Sie ihn bitte, warum in strassburg im Europaparlament freitags die Abgeordneten sich in die Anwesenheitsliste eintragen, um zu kassieren und dann sofort ins Wochenende fahren. Wie will er so etwas dem Bürger erklären? Er hat keine Ahnung von deutscher Politik und soll nun für die SPD den Kopf hinhalten. Das kann nur schief gehen. Mir unverständlich.

Rüdiger Schauerte, Münster schrieb am 29.01.2017 09:45 Uhr:
Fliegender Wechsel zwischen den Ministerien:
Ein Fliesenleger, der in der Fleischerei Brot backt. Ein Architekt, der als KFZ-Sachverständiger psychiatrische Gutachten schreibt. Ein Augenarzt, der als Leiter eines Bestattungsunternehmens Photovoltaik-Anlagen installiert. Und eine Raumpflegerin, die als technische Zeichnerin Prostata-Vorsorgeuntersuchungen durchführt.
Geht nicht, sagen Sie? Stimmt, aber in der Politik geht scheinbar alles. Obwohl, eigentlich egal, wer gerade welches Amt inne hat: die Entscheidungen treffen letztendlich doch die Lobbyisten und Interessenverbände, die (Zitat Georg Schramm) "ziehen die Fäden, an denen hängen politische Hampelmänner, die uns dann auf der Berliner Puppenkiste Demokratie vorspielen dürfen."

Walter Neumann schrieb am 29.01.2017 11:15 Uhr:
Man muss die durch Gabriel durchgeführte Kanzlerkandidatenänderung und Rücktritt vom Vorsitz der SPD zugunsten von Martin Schulz, richtig einordnen. Gabriel traut sich nicht, Kanzlerkandidat zu werden, siehe vor 4 Jahren Steinbrück. Er ist bereit diesen Anspruch abzutreten. Wer will? So gut wie Keiner außer Herrn Schulz, da er „Präsident des Europäischen Parlaments“ zur Halbzeit wie vereinbart abgeben muss, um einem Christdemokraten Platz zu machen. Er wollte aber weitermachen. Mit Rücksicht auf Koalitionen in verschiedenen europäischen Ländern, war dies jedoch keine Option für die SPD, hier wieder Wortbrüchig zu werden.
Also musste er weggelobt werden. Nun ist ein scheiternder Kanzlerkandidat, für Schulz keine Option, wie für Steinbrück, der damals sowieso nichts anstrebte. Also wurde der Parteivorsitz mit drangehängt für Schulz. Das war keine ad hock Entscheidung, sondern lange durchdacht, geplant. Man beachte die Statements vom Fraktionsvorsitzenden der SPD, Herrn Oppermann. Steinmeier wurde zum Bundespräsidenten weggelobt und Gabriel Außenminister.
Eine Umgestaltung für einen zusätzlichen Posten eines “verdienten Sozialdemokraten“ Schulz, der mit Barem versorgt werden muss. Es wurde ihm abgekauft, seinen Posten in Brüssel problemlos aufzugeben, damit in der EU nicht mit Fingern auf die SPD gezeigt wird!
Und nun will der Kanzler? Wer will so einen? Egal ob er kann oder nicht. Können tun dies Viele, fragt sich nur, was dabei rauskommt. Hier bestimmt nichts Gutes!

Astrid Mayer schrieb am 29.01.2017 20:23 Uhr:
Als Merkel im Dezember wieder Kanzlerkandidatin wurde, kritisierte die SPD vehement, dass dieses Vorgehen schlecht wäre: erst sollte es -wie in der SPD- ein Wahlprogramm geben und dann den Kandidaten - und dabei blieben die Genossen .....bis sich herausstellte, dass sie selbst es so machten, wie sie es vorher kritisiert hatten, schlimmer noch: eine massivere Hinterzimmermauschelei um Postenbesetzung von Kanzlerkandidat,Parteivorsitzenden, Außenminister und Wirtschaftsministerin ist nicht vorstellbar! Und das bei einer Partei, die bis jetzt für mehr Bürgernähe, Volksabstimmungen und Basisdemokratie plädierte!

Helga Dönninghaus schrieb am 29.01.2017 22:25 Uhr:
Wie immer das übliche Blabla. Schöne Worte und es passiert nichts. Menschen, die Arbeiten haben mittlerweile wenige als ein Hartz IV Empfänger, da er Mittagessen in der Schule für das Kind und sonst alles selbst zahlen muss. Es ist schon traurig, wenn man arbeitet , es der einzige 'Luxus"ist, den man sich leisten kann, ist, es das Auto zu finanzieren mit man zur Arbeit muss. Und was die Gerechtigkeit in Deutschland betrifft. Das erlebe ich grade selber . Diese hürt vor den Türen der Behörden auf. Es werden in Deutschland von Seiten der Behörden willkürlich existenzen vernichtet , weil es keinen interessiert und keiner eine 2. Chance bekommt. Der Staat hat sich eigene Gesetze geschaffen, die dies auch erlauben. Der Mensch zählt nicht und ich glaube das wird sich auch Herrn Schulz nichtbäbdern. Auch Politiker sind sich selbst die nächsten .

Hoppla schrieb am 29.01.2017 22:25 Uhr:
"Soziale Gerechtigkeit: Besonders seltsam fand ich die Stelle, an der er Steuergerechtigkeit anmahnte und versprach, gegen Steuerhinterziehung und -Oasen vorzugehen.
Seltsam deshalb, weil sein langjähriger Vorgesetzter - Juncker - praktisch die größte Steueroase der EU geschaffen hat (in seiner Funktion als Premierminister von Luxemburg).
Ganz zu schweigen von Irland oder Malta, wo jedes Jahr Milliarden an Steuergeldern verschwinden

Sven Westphal schrieb am 29.01.2017 22:26 Uhr:
Solange die SPD sich nicht klar von der Agenda 2010 distanziert oder besser noch sich entschuldigt, hat sie gar keine Daseinsberechtigung. Es ist das übliche bla bla. Ende der 90er hatten die Sozialdemokraten ganz Europa im Sack und hätten einen Politikwechsel herbeiführen können. Aber die Schröders und Blairs haben so Gas gegeben wie es Thatcher und Kohl in ihren kühnsten Träumen nicht gewagt haben. Das Ergebnis ist ein zerrüttetes Europa mit rechtsradikalen Dummschwätzern, die sich nach und nach die Parlamente erobern. Warum sollte man Vertrauen in die SPD haben? Ich sehe noch viele Gesichter in deren Reihen, die Leuten zumuten von 400Euro im Monat zu leben, während die Steuersätze von Superreichen ein Witz sind. Agenda 2010..... das die sich überhaupt noch trauen von "sozialer Gerechtigkeit" zu sprechen.

Hendrik Eimecke schrieb am 29.01.2017 22:30 Uhr:
Sehr geehrter Herr Schulz,
Sie sagten vor nich all zu langer Zeit: "Flüchtlinge sind mir mehr Wert als Gold!" Jetzt sagen Sie: "Den Städten und Gemeinden in Rheinland-Pfalz etc. muß geholfen werden. Doch mit welchem Geld finanzieren Sie das? - Mit UNSEREN Steuergeldern!!! Sollten Sie nicht erstmal an die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler unseres Landes denken? - Das mehr Netto vom Brutto übrig bleibt?! Ich bin Lokführer (Triebfahrzeugführer). 1990 Verdiente ein Lokführer 4.000 DM - Heute sind wir bei 2.500 Euro! In diesen 26 Jahren, auch unter Gerhard Schröder, halbierte sich unsere Kaufkraft!!! Soll aufgrund der Flüchtlinge die Kaufkraft von 1990 nur noch gedrittelt oder geviertelt werden? Dann sind die Abgaben so hoch, das sich das Arbeiten in Deutschland nicht mehr lohnt! Lokführer werden in vielen Ländern der Welt gesucht, besser bezahlt, und behalten mehr Netto vom Brutto. Was wollen Sie ändern??? Danke!

Diego schrieb am 29.01.2017 22:30 Uhr:
Der größte Sozialabbau der BRD wurde von der SPD-Regierung Schröder mit der Agenda 2010 vorgenommen. Wo sind die Zeichen eines Kurswechsels? Hr. Gabriel hat seine neoliberale Politik durchgepeitscht und damit weiter zur Einkommensschere beigetragen.
Wie halt Herr Schulz es mit Kapitalerträgen zum regulären Einkommensteuertarif?
Wie steht es mit den demokratiefremden Verträgen TTIP, TISA, CETA?
Was will er gegen Altersarmut und die Ungleichheit von Rente und Pension?

Pressestimmen

Handelsblatt
Fernsehkritik Anne Will
Heißer Brei mit Martin Schulz
Als Solo-Gast in Anne Wills Talkshow zeigte sich der SPD-Kanzlerkandidat kraftstrotzend. Und es gab ein paar Hinweise, dass der Wahlkampf gegen die „sozialdemokratisierte“ Bundeskanzlerin spannend werden könnte.

SpiegelOnline
Martin Schulz bei Anne Will
Alles astrein menschlich
Der frisch gekürte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz muss bei Anne Will den ersten einstündigen TV-Test bestehen - und schafft Unwahrscheinliches: Plötzlich scheint die SPD nicht mehr völlig chancenlos.

FocusOnline
SPD-Kanzlerkandidat in der ARD:
Erst schmeichelt Schulz Anne Will –
später fährt er sie an
Am Sonntagmittag hatte Martin Schulz seinen großen Moment. Er präsentierte sich den SPD-Anhängern als Kanzlerkandidat im Willy-Brandt-Haus, hielt eine motivierende Rede und wurde minutenlang beklatscht und bejubelt.

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