Dienstag, 14. Oktober 2014

China kritisiert westliche Sanktionen gegen Russland

Thema: Sanktionen gegen Russland
RIA Novosti

SOTSCHI, 11. Oktober (RIA Novosti).
China ist gegen den Druck westlicher Länder auf Russland mit Hilfe von Wirtschaftssanktionen. Das sagte der chinesische Vizeregierungschef Wang Yang am Samstag in Sotschi.

© RIA Novosti. Maria Tchapligina
In dieser russischen Schwarzmeerstadt findet am Samstag die 18. Sitzung der russisch-chinesischen Kommission statt, die reguläre Treffen der Regierungschefs beider Länder vorbereiten soll.

„Der Westen unterstützt jetzt auch die Opposition in Hongkong, die auf die sogenannte bunte Revolution in China abzielt. Unter diesen komplizierten Bedingungen sollten sich die beiden Seiten (Russland und China) auf ihre strategische gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit konzentrieren und somit westlichen Ländern eine Antwort geben“, sagte Wang.

Russlands Vizeregierungschef Dmitri Rogosin wies auf den zunehmenden bilateralen Handel in den ersten sechs Monaten dieses Jahres hin: Der Warenumsatz sei um 4,6 Prozent gewachsen. Die absolute Zahl nannten Rogosin nicht. „Um aber den angepeilten Warenumsatz von 100 Milliarden US-Dollar im Jahr zu erreichen, sollte das jährliche Wachstum bei mindestens 7,7 Prozent liegen“, sagte Rogosin.



RIA Novosti
Trotz US-Druck: China hält nichts von Sanktionen gegen Russland

MOSKAU, 21. April (RIA Novosti).
Trotz Druck aus Washington will sich Peking nicht den internationalen Sanktionen gegen Russland anschließen, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Montag.

© RIA Novosti. Mikhail Klimentjew
Wie es aus russischen Diplomatenkreisen heißt, hat der Druck der Amerikaner bei den Chinesen für Empörung gesorgt. Sie sprachen sich gegen eine „Bestrafung“ Russlands für dessen Ukraine-Politik aus.

Der Pressedienst von US-Präsident Barack Obama wollte „die Äußerungen und Vermutungen irgendwelcher Ausländer nicht kommentieren“. Dennoch räumte eine Quelle in Washington ein, dass Obama am Rande des G7-Gipfels in Den Haag am 24. März seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zur öffentlichen Verurteilung Russlands für dessen Aktivitäten auf der Krim überreden wollte. „Er hat klar zu verstehen gegeben, dass die Frage der politischen und wirtschaftlichen Isolation Russlands entschieden sei und dass alle G7- und Nato-Mitglieder diese Handlungen eindeutig befürworten“, so die Quelle.

Zugleich betonte die Quelle aber, dass man in Washington nicht damit gerechnet habe, dass sich China den antirussischen Sanktionen anschließt: „Es war von Anfang an klar, dass die chinesische Führung zu dermaßen entschlossenen Schritten nicht bereit ist“ – nicht zuletzt wegen der engen Wirtschaftsbeziehungen zu Moskau.

An Pekings allgemeiner Position zur Ukraine-Krise haben die Amerikaner nichts auszusetzen. Die chinesischen Behörden üben zwar keine offene Kritik an Russland und verhängen keine Sanktionen gegen russische Staatsbürger, plädieren aber für die territoriale Integrität der Ukraine. Laut russischen Quellen verwiesen die Chinesen in Sitzungen des UN-Sicherheitsrats und in UN-Vollversammlungen auf ihre Probleme mit Taiwan, dem Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang und Tibet und forderten die Einhaltung des Völkerrechts.

Dennoch hält der Kreml die Volksrepublik für einen wichtigen Verbündeten. Im Zusammenhang mit dem jüngsten China-Besuch von Außenminister Sergej Lawrow äußerten Quellen aus dem Umfeld der russischen Delegation, dass Moskau mit Pekings Haltung zur Ukraine-Krise „voll und ganz zufrieden“ sei.

Auch Präsident Wladimir Putin sagte während seiner TV-Fragestunde am vergangenen Donnerstag: „Unsere Beziehungen entwickeln sich sehr erfolgreich und erleben gerade einen beispiellosen Höhepunkt.“ Das beziehe sich sowohl auf das Vertrauens- als auch auf das Kooperationsniveau. „Wir sind Nachbarn und in diesem Sinne natürlich auch Verbündete“, so der Kreml-Chef.


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