Sonntag, 28. Mai 2017

change.org - Überfischung der Ozeane stoppen


Hallo liebe Leser,
wir sind Julica, Hanna, Lisa, Henrieke und Benjamin, eine Gruppe von Abiturienten von der Lernwerft Club of Rome Schule in Kiel. Wir sind alle am Meer aufgewachsen, sehen es jeden Tag aus den Fenstern unseres Klassenzimmers und wir wissen, wie wichtig die Ozeane als Ökosysteme und als Nahrungsquelle für den Menschen sind.

Genau diese Nahrungsquelle ist jedoch bedroht: Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO sind inzwischen fast 30% der Fischbestände weltweit bereits überfischt; dazu kommen weitere fast 60% voll ausgeschöpfter Bestände. Im Rahmen des Schulwettbewerbs YES! – Young Economic Summit haben wir uns dazu entschieden, unseren Beitrag zu leisten, um eine nachhaltige Nutzung der Ozeane zu fördern und die Überfischung einzugrenzen.
Wir haben das „eFISHient System“ entwickelt, ein System rotierender Meeresschutzzonen, ähnlich wie die Dreifelderwirtschaft in der Landwirtschaft, das dazu beitragen kann, der Überfischung Einhalt zu gebieten und langfristig die Erträge der Fischer zu steigern. Bis jetzt sind nur 3,5% der Meere in irgendeiner Form geschützt, obwohl Schutzzonen nachweislich zur Erhaltung von Fischbeständen geeignet sind. Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift?
Dieses Potential wird nicht ansatzweise ausreichend genutzt und das wollen wir ändern! Unsere Idee kann dazu führen, diese Zahlen um ein Vielfaches zu vergrößern! Wir haben die einmalige Gelegenheit, unsere Idee beim T20 Summit Global Solution in Berlin einem hochkarätigen Fachpublikum vorzustellen. Mit ganz viel Glück können wir unsere Idee sogar direkt mit dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft besprechen, in dessen Zuständigkeit es läge, das „eFISHient System“ für Deutschland zu vertreten.
Doch wir brauchen Ihre Unterstützung und Ihre Unterschrift, um möglichst viel Rückenwind zu bekommen und unserer Idee Nachdruck zu verleihen. Bitte unterschreiben Sie unsere Petition und helfen uns dabei, unsere Meere zu schützen und zu einer nachhaltigen Nutzung beizutragen!

Vielen Dank!
Julica, Hanna, Lisa, Henrieke und Benjamin

Ist das Deutsche Fernsehen bald eine Irrenanstalt?

Verkommt das Deutsche Fernsehen zu einer Irrenanstalt?

Als weißes Huhn verkleidet steht der ehemalige Langzeit- Arbeitslose ]örg Christiani (47) vor einem Supermarkt. Seine ungepflegten, schulterlangen braunen Haare ragen unter der zerfransten Hühnermaske hervor. Seit kurzer Zeit ist er die Werbeligur. eines mobilen Brathähnchen-Wagens. Neue Kunden zu werben will ihm nicht ganz gelingen. Zufrieden sieht anders aus. Die Sprecherin aus dem Off sagt jedoch das Gegenteil. Christiani habe „endlich wieder Freude“ bei der Arbeit. Solche Szenen sind nichts Seltenes. In der Realität Vielleicht, aber nicht im deutschen Fernsehen.

Fernsehen in den Anfangsiahren

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren es die Alliierten, die die Hoheit über die Rundfunkpolitik erlangt hatten. Die Medien sollten nicht mehr zur „Gleichschaltung des Volkes“ missbraucht werden, so wie es im Zweiten Weltkrieg unter Adolf Hitler der Fall war. Um eine vielfältige Medienlandschaft zu gestalten, wurde das Rundfunksystem an die sektorale Aufteilung der Alliierten angepasst und langfristig in das föderale System eingegliedert. So ent» stand beispielsweise der N ordwestdeutsche Rundfunk in der britischen Zone und der Südwestfunk in der französischen Zone. 1950 gründete sich die ARD (Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland), um den Programmaustausch zwischen den Rundfunkanstalten zu koordinieren. Alle Anstalten produzierten verschiedene Sendungen für den Kanal, der heute „Das Erste“ ist. Zur ersten Fernsehausstrahlung kam es am 25. Dezember 1952 von da an täglich von 20 bis 22 Uhr. Wer in den 50er-Iahren keine Freunde hatte, aber plötzlich einen Femseher, der konnte damit schnell Freunde finden. Fernsehen war ein Spektakel. Zur Tagesschau machten Mann und Frau sich schick; schließlich konnten sie sich nicht sicher sein, ob der Nachrichtensprecher nicht auch die Menschen vor den Bildschirmen sehen konnte. Wie die Technik funktionierte war ein . Rätsel. Im Laufe der 50er-Iahre wurden Fernsehgeräte durch die Massenproduktion erschwinglich.

20 ]ahre später herrschte in Deutschland vollabdeckung: Fast jeder deutsche Haushalt besaß einen Fernseher.

Bildung der Bevölkerung

„Re-Education“ hatte oberste Priorität: Fernsehen sollte die Bevölkerung bilden. So wie die Medien im Dritten Reich für die Gleichschaltung benutzt wurden, so sollten sie nun das Gegenteil leisten. Deutschlands Weg zu einer demokratischen Gesellschaftsordnung mit Unterstützung der Medien. Nachrichten, Vorträge, kirchliche Sendungen und Opern sowie Tieriilme und politische Gespräche dominierten das Programm der 50er-Iahre. Unterhaltung spielte eine Nebenrolle. Erst mit Sendebeginn des ZDF im Jahre 1963 wurde auch Fernsehunterhaltung populärer. Dass das Publikum Unterhaltungsformate immer stärker nachfragte, geüel den ' Fernsehmachern nicht. Der damalige ZDF-Intendant Karl Holzamer beklagte, dass das Publikum nicht den „rechten Gebrauch“ von diesem Medium mache.

Bis zur Selbstverständlichkeit

Mit der Einführung der privaten Sender (z.B. ,,RTL plus“) im Jahre 1984 begann eine neue Ära des Fernsehens. Den öffentlich-reditlichen und durch die Rundfunkgebühr finanzierten Sendern stand das private Fernsehen gegenüber, das auf gute Quoten angewiesen war, um genug Ertrag durch Werbeeinnahmen erwirtschaften zu können. Das private Fernsehen musste sich also etwas einfallen lassen. Quoten um jeden Preis das gilt bis heute. Die Zeit des Bildungsfemsehens war vorbei. Bis heute hält sich das duale System gut und es sind Ähnlichkeiten zu erkennen: Nachrichten, Ratgebersendungen, Unterhaltungsshows und Serien haben ihren Platz auf privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern gleichermaßen gefunden. Deutliche Unterschiede zeigen sich jedoch in der Zielgruppe. Aus der ARD/ZDF Langzeitstudie Massenkommunikation 2015 geht hervor, dass die Gruppe der 14 bis 29-jährigen die Funktion des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zwar als relevant ansieht. An den Einschaltquoten erkennt man jedoch, dass dieselbe Gruppe öfter die privaten Sender einschaltet. Fernsehen ist heute eine Tätigkeit von vielen. Einen Bildungsauftrag besitzen die öffentlich-rechtlichen Sender immer noch. Die Femsehanstalten müssen sich jedoch mehr als je zuvor um die Aufmerksamkeit der Zuschauer bemühen. Dabei sind der Kreativität und der Absurdität keine Grenzen gesetzt. Gerade die privaten Sender, allen voran RTL, legen sich dabei mächtig ins Zeug. Man kann nur erahnen wie die Reaktion von Karl Holzamer, der Unterhaltung im Fernsehen schon kritisierte, als das private Fernsehen noch gar nicht existierte, ausfallen Würde, wenn man ihm das Nachmittagsprogramm von RTL präsentierte. Aus diesem Nachmittagsprogramm, das wegen seiner Personendarstellungen schon häufiger kritisiert wurde, stammt auch der anfangs erwähnte Jörg Christiani, dem es im echten Leben auf diese Art und Weise vielleicht niemals gelingen würde, Kunden für den Brathähnchen-Wagen zu werben.

Netflix und Fernsehen „on demand“

Gemessen an der Zeit, die jeder Mensch mit dem Konsum von Fernsehinhalten verbringt, hat das Fernsehen nicht an Bedeutung verloren.

Trotzdem ist lineares Fernsehen out. Vorbei sind die Zeiten, in denen man zur Primetime vor dem Fernseher sitzen musste, um seine Lieblingssendung nicht zu verpassen. Der heutige Zuschauer möchte In’ halte, aber es soll nicht unausweichlich festgelegt sein, Wann und wo er ‘ sie rezipiert. In Mediatheken werden heute fast alle ausgestrahlten Sendungen auch online zur Verfü_ gung gestellt oder man schaut die Sendungen direkt auf dem Smartphone. Wem das deutsche Fernsehprogramm nicht zusagt, der wech‘ selt auf Serienportale. Dieser Trend ist besonders unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu beobachten. Unsere Umfrage bestätigt das:

Quelle: Westfalenpost 24.05.2017

Ein Beispiel für das Sinken des Niveaus ist auch diese Reaktion aus dem Jahre 2008.


Marcel Reich-Ranicki lehnt deutschen Fernsehpreis ab


Hochgeladen am 12.10.2008
Marcel Reich-Ranicki lehnt deutschen Fernsehpreis ab
Man kann von diesem Mann halten was man will, in diesem Ausschnitt allerdings beweist er wahre Größe.
Nicht nur weil er (wie ich finde) zurecht das Niveau dieser Preisverleihung und der deutschen Fernsehlandschaft kritisiert, sondern weil er sich von denjenigen abgrenzt, die sich (zumeist) auch noch ungemein viel darauf einbilden für diesen Schrott verantwortlich zu sein.
Fernsehmenschen strotzen nicht selten vor überhöhtem Selbwußtsein. (Sicherlich kann man diese Eigenschaft dem Herrn Ranicki auch nicht ganz abstreiten).
aufgenommen am 12.10.2008
Kategorie Unterhaltung
Lizenz Standard-YouTube-Lizenz

Róbert Diecry
Ach du meine..., das ist ja vielleicht Gespenstisch, wie diese Narren gar nicht verstehen, dass dieser kluge Mann ihnen gerade den Spiegel vorhält... Nicht zu fassen, wirklich.


Samstag, 27. Mai 2017

Nach Tschechien will auch Polen keine Flüchtlinge aufnehmen

Thema: Flüchtlinge

Nach Tschechien nun Polen:
Lieber Sanktionen als Flüchtlinge

Trotz Androhung von EU-Sanktionen: Nach Tschechien spricht sich auch Polen gegen die Erfüllung der EU-Flüchtlingsquote aus. "Europas Migrantenquoten sind ganz sicher schlimmer als jedwede Bestrafung durch Brüssel", so Polens Innenminister Błaszczak.

Nach Tschechien wehrt sich nun auch Polen klar gegen die Aufnahme von Flüchtlingen – nach den von der EU vorgeschriebenen Quoten. „Europas Migrantenquoten sind ganz sicher schlimmer als jedwede Bestrafung durch Brüssel“, sagte Polens Innenminister Mariusz Błaszczak dem Sender Radio 1, berichtet die „Junge Freiheit“.

„Erinnern wir uns daran, was in Westeuropa passiert ist. Erinnern wir uns an die Terroranschläge, die sich in den größeren Staaten der Europäischen Union ereignet haben. Erinnern wir uns daran, daß sie (die Länder Westeuropas) mit verhältnismäßig kleinen moslemischen Gemeinschaften angefangen haben, die inzwischen sehr groß geworden sind“, so Błaszczak.

Innenpolitische Situation in Deutschland und anderen EU-Staaten

Neben einer finanziellen Belastung – 21,7 Milliarden Euro in 2016 und geplanten 21,3 Milliarden Euro in 2017 – stellt die Flüchtlingskrise für Deutschland auch innenpolitisch eine Herausforderung dar. So war in 2016 fast jeder zweite Tatverdächtige nichtdeutscher Herkunft. Ähnliche Entwicklungen betreffen Staaten in der EU, die eine große Zahl Flüchtlinge aufgenommen haben, wie Schweden und Österreich.

Die Kenntnis über die Situation in den umliegenden und benachbarten Staaten dürften Polen bei der Entscheidung bestärkt haben, eher Sanktionen durch die EU in Kauf zu nehmen, als die Flüchtlingsquoten zu erfüllen.

So erklärte Polens Premierministerin Beata Szydło (PiS): „Es ist ausgeschlossen, dass Polen derzeit Flüchtlinge aufnimmt und wir werden ganz sicher keine verpflichtenden Quoten akzeptieren, die Polen oder irgendeinem anderen Mitgliedsstaat aufgebürdet werden.“

Im September 2015 hatten die EU-Innenminister die Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen beschlossen. Bisher wurden weniger als 20.000 Asylsuchende tatsächlich verteilt.

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Warum wird "unsere Art zu Leben" den Völkern des Nahen Ostens vorenthalten, indem man die unterstützt, die das verhindern?

Thema: Heuchelei

Nach Terrorattacke in Manchester:
Die Heuchelei westlicher Politik

Nahezu einhellig verurteilen westliche Politiker die Terrorattacke in Manchester als Angriff auf „unsere Art zu leben“. In der arabischen Welt unterstützt der Westen hingegen genau die Kräfte, die dieser Lebensweise ein Ende bereiten wollen. Libyen und Syrien legen davon Zeugnis ab.

„Unsere Art zu leben wird sich immer durchsetzen“, erklärte die britische Premierministerin Theresa May nach dem Terroranschlag in Manchester. Ihr Amtsvorgänger äußerte sich ähnlich: „Einer der besten Wege, den Terrorismus zu besiegen, ist unser normales Leben fortzusetzen“, meinte David Cameron.

Ob Zeitungskommentator, Oppositionsführer oder Polizeikommissar, sie alle führen die Rede vom „way of life“, den es zu verteidigen gelte. Eine Auffassung, die über die britischen Grenzen hinaus in der westlichen Welt nahezu einhellig geteilt wird. „Unsere freien und offenen Gesellschaften sind stärker als jeder Terrorismus“, schrieb Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in das Kondolenzbuch der britischen Botschaft.

Die schreckliche Terrorattacke in Manchester als Angriff auf die westliche Lebensart und die Errungenschaften einer „offenen Gesellschaft“ zu bewerten, mag eine zutreffende Interpretation sein. Doch steht es westlichen Regierungsvertretern zu, sich zu den edlen Verteidigern einer freiheitlichen Lebensart aufzuschwingen, wenn sie selbst eine solche Lebensweise an anderen Orten der Welt bekämpfen – und zwar Hand in Hand mit eben jenen Kräften, deren Geistesbrüder in Europa Anschläge auf Konzertsäle begehen?

Auch Großbritannien beteiligte sich am Sturz Muammar al-Gaddafis in Libyen, in dessen Folge das säkular ausgerichtete Land in die Hände von Islamisten fiel. Absehbar hat sich beispielsweise die Lage der Frauen seitdem dramatisch verschlechtert. So wurden neue Gesetze zu Eheschließung, Scheidung und Erbschaftsrecht erlassen, die laut Amnesty International:
„Frauen und Mädchen benachteiligen und der Verheiratung minderjähriger Mädchen Vorschub leisten“.
Frauen, die sich heute ohne männliche Begleitung in die Öffentlichkeit begeben, leben gefährlich und werden „von Milizen schikaniert“, so Amnesty. Grundlage für die Abschaffung des Rechts auf Freizügigkeit für Frauen war „eine von Libyens Großmufti erlassene Fatwa aus dem Jahr 2012“.

Syrien droht ein ähnliches Schicksal, sollte der auch von der britischen Politik forcierte Versuch letztlich von Erfolg gekrönt sein, die Regierung von Baschar al-Assad zu stürzen. Der Alltag in den von der syrischen Regierung kontrollierten Gebiete unterscheidet sich von dem, wo die sogenannten Rebellen das Sagen haben, wie Tag und Nacht.

Wer sich etwa Bilder aus dem Nachtleben in Damaskus anschaut, wird kaum einen Unterschied zu den Partygewohnheiten der Jugend in London, Paris oder Berlin ausmachen können. Wo hingegen die vom Westen unterstützten Rebellen herrschen, kann von einer vielbeschworenen „offenen Gesellschaft“ keine Rede sein. Dort gibt es Scharia statt Popmusik, Kopftuchzwang statt Cocktails.

Ob nach Terroranschlägen in Paris, Berlin oder nun Manchester: Jedes Mal ermahnen westliche Politiker die Bevölkerung, „wir“ dürften „unsere Art zu leben“ nicht aufgrund des Terrors ändern. In der arabischen Welt unterstützen dieselben Herrschaften jedoch genau die Kräfte, die diese Art zu leben mit brutaler Gewalt bekämpfen.

Quelle: RT-Deutsch

Freitag, 26. Mai 2017

WeMove.EU - Er zeigt eine Straftat an und landet vor Gericht.

Liebe  Leser,
stellen Sie sich vor, Sie finden eines Tages auf der Arbeit Beweise, dass Ihr Arbeitgeber in illegale Machenschaften verstrickt ist. Sei es Korruption, Steuerhinterziehung oder eine Gefahr für die Öffentlichkeit wird vertuscht.

Was würden Sie tun? Es publik machen?

Antoine Deltour hat genau das getan. Als der damals 28-Jährige zufällig Beweise dafür fand, dass sein Arbeitgeber PricewaterhouseCoopers systematisch Steuern hinterzog, ging er an die Öffentlichkeit. Im Laufe der Ermittlungen wurde klar, dass Luxemburg Apple, Amazon und anderen Konzernen im großen Stil ermöglicht hatte, sich vor Steuerzahlungen zu drücken. Deltour brachte den LuxLeaks-Skandal ans Licht. In der Folge kamen Korruption und Steuerhinterziehung auf die politische Tagesordnung der EU.

Antoine Deltour ist ein Held. Leute wie er schlagen Alarm, wenn ihre Arbeitgeber Verbrechen begehen. Sie müssen vor Strafverfolgung und Rache geschützt werden. Antoine Deltour wurde gerichtlich dafür verurteilt, vertrauliche Informationen gestohlen zu haben. Er wird bestraft, weil er etwas gegen die Gier seines Arbeitgebers unternommen hat. Gleichzeitig wurde bisher nicht eine der Firmen wegen der Steuerhinterziehungen belangt. Das ist nicht gerecht und wir wollen, dass es sich ändert!

Es liegt an der Europäischen Kommission ein Gesetz vorzuschlagen, mit dem Whistleblower in Europa geschützt wären. In diesen Tagen organisiert die Kommission eine öffentliche Beratung, an der wir Bürger/innen uns beteiligen können. Wenn jetzt tausende von uns aus Europa ihre Stimme erheben und sich solidarisch mit Whistleblowern zeigen, dann werden unsere Forderungen in die Beratungen über ein neues Gesetz eingehen. Ein Gesetz, das das Leben so vieler mutiger Leute wie Antoine Deltour verändern würde. Aber wir müssen schnell sein: Die öffentliche Beratung endet bereits in fünf Tagen. Bitte beteiligen Sie sich.

Whistleblower schützen

Antoine Deltour wollte lediglich auf eine Straftat aufmerksam machen. Er wusste nicht, dass er damit eine Lawine auslösen würde. Der LuxLeaks-Skandal und die von vielen gezeigte Empörung haben dazu geführt, dass die EU stärker gegen Steuerhinterziehung vorgehen will. Ein Gericht in Luxemburg hat Antoine Deltour dennoch verurteilt.

“Es ist ein Skandal, dass diejenigen, die der Gesellschaft einen großen Dienst erwiesen haben und dabei ihre Karriere riskieren, wieder einmal schuldig gesprochen wurden, während die Reichen und Mächtigen den Bürger/innen hunderte von Billionen Euro stehlen”, sagte sein Anwalt nach der Urteilsverkündung. (1)

Whistleblower können Leben retten. Sie helfen, die Umwelt zu schützen und sie verhelfen dem Staat zu Steuereinnahmen. Ohne sie werden mächtige Unternehmen und Regierungen nicht zur Verantwortung gezogen.

Bis heute gewährleisten nur fünf EU-Mitgliedsländer Schutz für Whistleblower. Deswegen brauchen wir dringend ein EU-weites Gesetz, weil sonst Whistleblower für ihre Heldentaten teuer bezahlen müssen: Sie opfern ihre Karriere, ihren Ruf, ihre Freiheit und ihre Anonymität. Unser Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf Informationen muss wichtiger sein, als die Interessen der Konzerne. Whistleblower müssen geschützt und nicht bestraft werden!

Die öffentliche Beratung der EU-Kommission ist der erste Schritt zu diesem Ziel. Die Ergebnisse werden das neue Gesetz maßgeblich beeinflussen. Daher ist jetzt der richtige Moment, um unsere Forderungen zu stellen. Wir werden der EU zehntausende Unterschriften aus ganz Europa überreichen und unsere Forderungen so unüberhörbar machen.

Wir brauchen dafür Ihre Unterstützung! Bitte sind auch Sie mit den Whistleblowern solidarisch, die so mutig sind und sich gegen Unrecht aussprechen.

Whistleblower schützen!

Vielen Dank!
Jörg Rohwedder (Lübeck)
Virginia López Calvo (Madrid)
Martin Caldwell (Berlin)
Julia Krzyszkowska (Warschau)
Olga Vuković (Bologna)
Marine Gauthier (Paris)
für das gesamte WeMove.EU-Team

[1] http://www.taxjustice.net/2017/03/15/luxleaks-appeal-verdict-tax-justice-heroes-convicted/

WeMove.EU ist eine Bürgerbewegung, die sich für ein besseres Europa einsetzt; für eine Europäische Union, die sich sozialer Gerechtigkeit verpflichtet fühlt; die für ökologische Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie steht. Wir sind Menschen unterschiedlicher Lebensläufe, Kulturen und Religionen, die Europa ihr Zuhause nennen – egal, ob wir in Europa geboren wurden oder anderswo.
WeMove.EU finanziert sich aus Spenden unserer Unterstützer aus ganz Europa. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere unabhängige Arbeit finanzieren helfen. Spenden

Offener Brief: Frau von der Leyen, Sie sind "Eine Schande für unsere Nation"

Thema: Bundeswehr

„Sie sind eine Schande für unsere Nation“
Offener Brief an Von der Leyen

Die Kritik an Von der Leyen reißt nicht ab: Wolfgang Hübner aus Frankfurt, dessen Vater im Zweiten Weltkrieg gekämpft hatte, schreibt in seinem offenen Brief an die Verteidigungsministerin, dass eine "'Säuberung' im Erdogan’schen Ungeist" eine "Schande für Deutschland" sei.

Die Jagd nach Devotionalien aus der Wehrmachtszeit — sie hat schon viel kritische Reaktionen nach sich gezogen. Wie Epoch Times bereits berichtete, wendeten sich viele Bürger und ehemalige Bundeswehrangehörige in offenen Briefen an die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Wolfgang Hübner, ein ehemaliges Mitglied der AfD, veröffentlichte am Freitag auf seiner Facebookseite einen offenen Brief an die Bundesministerin.

Hier sein Beitrag in voller Länge:

Die Schande von Deutschland
Ein notwendiger Brief an Frau von der Leyen

Frau Bundesministerin von der Leyen,

ich schreibe Ihnen diesen offenen Brief im ehrenden Gedenken an meinen 1997 verstorbenen Vaters, den selbständigen Frankfurter Bäcker- und Konditormeister Heinrich Hübner, ehemals Obergefreiter in der Artillerie der Wehrmacht.

Mein Vater, Jahrgang 1910, war von 1939 bis 1945 Soldat der deutschen Wehrmacht. In dieser Zeit zuerst im besetzten Frankreich stationiert, war er auf Befehl beteiligt an der Invasion der damaligen Sowjetunion. Er überlebte als einer der wenigen Soldaten seiner Einheit sowohl die Kämpfe wie auch den Rückzug. Nach relativ kurzer amerikanischer Gefangenschaft kehrte er im Frühherbst 1945 zurück zu meiner Mutter in Frankfurt, wo er mich noch im gleichen Jahr zeugte.
Mein Vater musste sechs Jahre seines Lebens für einen Krieg opfern, von dessen Notwendigkeit er nie überzeugt war. Damit war er einer von Millionen deutschen Männern, die viel lieber diese Jahre im Privat- und Berufsleben ohne tägliche Todesgefahr und ohne all die traumatischen Erlebnisse verbracht hätten. Mein Vater war im Krieg kein Held und kein Feigling, er war auch kein Deserteur oder Überläufer. Er wollte keine Menschen töten, und er wollte nicht selbst getötet werden. Mein Vater wollte, wie Millionen Soldaten der Wehrmacht auch, diesen schrecklichen Krieg einfach nur überleben.
Dazu musste er oft stark und tapfer sein, denn auch zum Überleben gehört neben Glück auch Tapferkeit. Ich bin ihm unendlich dankbar dafür, denn sonst gäbe es mich nicht. Und dann könnte ich Ihnen, Frau von der Leyen, diesen Brief nicht schreiben. Sie haben als Bundesverteidigungsministerin gesagt, die heutige Bundeswehr habe nichts mit der Wehrmacht zu tun. Sie haben deshalb nun eine widerwärtige Gesinnungsschnüffelaktion in Gang gesetzt, um jedes Indiz einer Traditionslinie zwischen Wehrmacht und Bundeswehr zu denunzieren und zu unterbinden. Sie haben sich nicht gescheut, die gesamte Bundeswehr unter den Generalverdacht einer „politischen Unkorrektheit“, also einer zeitgeistigen Perversion, zu stellen. Diese abstoßende Kampagne haben Sie aus niederen Motiven angeordnet, nämlich damit Sie sich selbst politisch gleichzeitig retten und profilieren können.

Selbstverständlich dürfen in der Bundeswehr keine offen neonazistischen oder gar terroristischen Umtriebe geduldet werden. In solchen Fällen ist mit aller gebotenen Klarheit und den zur Verfügung stehenden Maßnahmen zu reagieren. Das kann und wird kein wirklicher Patriot unseres Landes kritisieren. Doch aus einem bislang weitgehend ungeklärten, von ziemlich verstörenden Merkwürdigkeiten geprägten Fall die Berechtigung zu einer „Säuberung“ im Erdogan’schen Ungeist herzuleiten — das ist mehr als nur ein politischer Fehler oder ein selbstherrlicher Fehltritt von Ihnen, Frau von der Leyen – das ist eine Schande für Deutschland!

Und die Verantwortung für diese Schande wird für Sie als zuständige Bundesministerin keinen Deut geringer wegen der erbärmlichen Feigheit der Generalität der Bundeswehr, die offenbar erst nach erfolgter Pensionierung zu vollen Bezügen dereinst ein viel zu spätes kritisches Wort zu Ihrem Vorgehen wagen wird. Eine Bundeswehr unter einer solchen politischen und militärischen Führung kann nur tiefes Misstrauen erwecken. Denn wer mag sich schon von einer solchen Truppe im Notfall die tapfere Verteidigung unseres Landes erhoffen?

Ich gehöre seit vielen Jahren zu den Besuchern der alljährlichen Gedenkfeiern am Volkstrauertag in der Paulskirche. Und wenn immer es möglich ist, bin ich auch beim alljährlichen Gedenken an den gescheiterten Aufstand des 20. Juli 1944 am gleichen Ort anwesend. Zudem unterstütze ich schon lange mit Spenden den Volksbund Kriegsgräberfürsorge.
Dieser macht bei seiner stillen, doch ungeheuer verdienstvollen Arbeit übrigens keinen Unterschied zwischen toten Wehrmachtssoldaten, die entweder Nazi-Sympathien oder — in der Mehrzahl, wie ich von meinem Vater weiß, keine hatten. Der Volksbund versucht vielmehr, jedem Gefallenen ein letztes Stück Würde zurückzugeben.
Ich ehre als Nachgeborener des Jahrgangs 1946 und nichtpazifistischer Wehrdienstverweigerer von 1968 bewusst und aus tiefster Überzeugung all die gefallenen, vermissten, in Gefangenschaft gestorbenen, von körperlichen und/oder psychischen Verletzungen gezeichneten deutschen Soldaten der Wehrmacht, der Luftwaffe und der Marine im zweiten Weltkrieg sowie auch unsere Kriegsopfer des ersten Weltkriegs. Unter ihnen sind auch der in Verdun gefallene Vater und der mit einem Kriegsschiff am letzten Tag des Jahres 1942 im Nordmeer versunkene 19-jährige Stiefbruder meiner Mutter.

Es waren Abermillionen junge Männer unseres Volkes, die nicht mein und Ihr Glück hatten, in Zeiten des Friedens ihr gesamtes bisheriges Leben verbringen zu dürfen.
Ich habe Respekt vor dem Schicksal der früher geborenen Generationen, die so große Opfer bringen mussten.
Andere Staaten feiern ihre Opfer und Teilnehmer an den zwei Weltkriegen als Helden. Ich weiß nicht, ob die britischen und amerikanischen Bomberpiloten, die auch meine Heimatstadt Frankfurt weitgehend zerstörten, Helden waren oder sein wollten. Doch ich werfe ihnen ihr Tun nicht vor, denn es war ihre soldatische Pflicht, die sie unter Lebensgefahr und unter Inkaufnahme von nicht wenigen Opfern erfüllten.

Ich bin gerade deshalb nicht bereit, den Angehörigen der Wehrmacht vorzuwerfen, im Kampfeinsatz an vielen Fronten tapfer und erfolgreich gewesen zu sein. Es gibt hochkarätige Stimmen unter Politikern und Militärs der ehemaligen alliierten Kriegsgegner, ja selbst aus Israel, die den Leistungen der Wehrmacht höchste Achtung, ja Bewunderung zollen. Das kann und will ich weder kommentieren noch kritisieren. Auf jeden Fall aber ist die Wehrmacht keine verbrecherische Armee, sind also Millionen deutsche Soldaten wie mein Vater und der Onkel, den ich nie kennen lernen durfte, keine Verbrecher gewesen. Es war nicht ihrer Verantwortung geschuldet, dass die damalige politische Führung aus rassistischen Massenmördern bestand, die unser Volk in seine größte Katastrophe trieben und unter anderen Völkern so ungeheuer viel Leid verursachten.

Mein Vater, einer von Millionen unbekannten Helden des Wiederaufbaus nach 1945, hat mir schon als Kind gesagt, dass es besser für die Welt und auch für unsere Volk war, diesen Krieg verloren statt gewonnen zu haben. Im Laufe meiner nun schon vielen Lebensjahre habe ich immer klarer erkannt, welche Klugheit und Größe in dieser schmerzlichen Einsicht eines einfachen Mannes und naziresistenten Kriegsteilnehmers zum Ausdruck kam.

Gerade mit dieser Einsicht hat mir mein Vater eine stabile Brücke zum Verständnis dieses leidvollsten Kapitels unserer Geschichte nach dem Dreißigjährigen Krieg gebaut. Und genau deshalb weiß und akzeptiere ich, dass die Geschichte der Wehrmacht, ihre Tragik wie ihre Verstrickung, untrennbar und unauslöschlich zur Geschichte unseres Volkes und zu meiner Biographie gehört, weil sie ein prägender Abschnitt im Leben meines Vaters war, den er weder verklärte, aber den er auch nie unterschlug. Charles de Gaulle soll einmal gesagt haben, man erkenne den Charakter eines Volkes daran, wie es mit einem verlorenen Krieg und den Opfern eines solchen Krieges umgehe.

Nach meinem Gefühl schneiden die Deutschen bei diesem Charaktertest immer schlechter ab — am allerschlechtesten aber nun Sie, Frau von der Leyen. Denn Sie verkörpern mit Ihrem widerwärtigen Verhalten gegenüber der Bundeswehr eine Geschichtsvergessenheit und Geschichtsverleugnung, die mit Sicherheit der Bereitschaft der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr zur Landesverteidigung und auch zu Auslandseinsätzen nicht förderlich sein kann. Und wollen Sie und Ihre Sie unterstützende Kanzlerin wirklich eine unter neonazistischen Generalverdacht gestellte Bundeswehr an die russischen Grenzen senden?

Alle Mitglieder der Bundeswehr müssen das Recht zu einer positiven Identität haben. Dazu gehört das Recht auf eine aufgeklärte Traditionspflege, also auch das Bekenntnis zum besten Erbe deutschen Soldatentums in den Jahrhunderten deutscher Geschichte. Zu diesem Erbe zählen auch die außergewöhnlichen militärischen Taten und besonders dekorierten Soldaten des zweiten Weltkriegs. Sie, Frau von der Leyen, gehen nun mit diesem Erbe in verachtenswerter Weise um.

Ich mag mich nicht für Sie schämen, das werden Sie vielleicht irgendwann selbst tun. Aber ich sage Ihnen voraus: Wenn sich das deutsche Volk nicht auflösen sollte oder abgeschafft wird, dann wird Ihnen die Verachtung späterer Generationen so gewiss sein wie Ihnen schon jetzt die Verachtung vieler Angehöriger der Bundeswehr sowie vieler Bürger unseres Landes gewiss ist. Frau Bundesministerin, Sie sind die Schande der Nation!

Wolfgang Hübner

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung von Epoch Times oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

Donnerstag, 25. Mai 2017

IS testet Chemie-Waffen an lebenden Opfern

Thema: Nahost

IS testet Chemie-Waffen an lebenden Opfern –
Einsatz angeblich in USA und EU geplant

Dokumente die bei der Rückereroberung der Universität Mosul entdeckt wurden, belegen großangelegte Versuche des “Islamischen Staates” (IS) mit Chemiewaffen an IS-Gefangenen. Die Dokumente wurden von britischen und US-Geheimdiensten verfiziert.

Irakische Spezialkräfte fanden die Dokumente in einem Versteck in der Universtät von Mosul, nachdem sie den Campus von IS-Dschihadisten erobert hatten. Die Unterlagen belegen, dass der IS Gefangene als menschliche Versuchskaninchen nutzte und an diesen mindestens zwei chemische Wirkstoffe teste. Die eingesetzten Substanzen werden zur Herstellung von Pestiziden genutzt und sind leicht verfügbar.

Die Universität von Mosul war nach der Einnahme durch IS-Dschihadisten jahrelang Hauptforschungszentrum des IS für Chemiewaffenversuche. Mittlerweile soll der IS nach der Offensive auf Mosul seinen Chemiewaffen-Forschungsschwerpunkt nach Syrien verlagert haben.

Analysten von britischen und US-Geheimdiensten bestätigten gegenüber The Times die Echtheit der Dokumente und gaben ihrer Besorgnis Ausdruck, dass die Experimente mit Blick auf Angriffziele im Westen vorgenommen worden sind.

In einem Fall wurde einem IS-Gefangenen Thallium(I)-sulfat zugeführt. Der Mann starb qualvoll innerhalb weniger Tage, nachdem massiven Aufquellen seines Magens und Gehirns. Thallium-sulfat ist ein hochgiftiger Wirkstoff, welcher früher auch als Rattengift eingesetzt wurde.

In einem weiteren dokumentierten Experiment, wurde einem IS-Gefangenen ein Nikotin-Stoff eingespritzt, der Mann starb innerhalb von zwei Stunden.

Der IS soll für seine Versuche und Forschungsreichen zahlreiche Chemieexperten aus Syrien und Irak nach Mosul gebracht haben.

Der von der Times kontaktierte Chemiewaffenexperte Hamish de Bretton-Gordon zog Parallelen zu Versuchsreihen der Nazis in den 1940er Jahren:
Dies ist eine grauenerrengender Rückkehr zu der Zeit, als die Nazis Nervengas an Menschen austesteten.
Seit April 2017 soll der IS alleine auf die US-geführte Koalition zur Rückeroberung von Mosul 14 Angriff mit Chemiewaffen durchgeführt haben.

Quelle: RT-Deutsch

Bundesjustizminister Heiko Maas verteidigt Gesetzentwurf gegen Hassmails

Thema: Internet

Gesetzentwurf gegen Hassmails
Bußgelder geplant

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat seinen Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Hassmails im Internet, das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“, mit den Worten verteidigt: „Wir stehen heute an einem Scheideweg. Nehmen wir weiter hin, dass durch die digitale Revolution ein rechtsfreier Raum entstanden ist oder nicht?“
Dabei sprach er davon, dass nur solche Aufrufe wie „Volksverhetzung, Beleidigungen oder Mordaufrufe“ gegen das Strafgesetz verstießen.
Laut Gesetzentwurf will er Betreiber von sozialen Netzwerken, wie Facebook oder Twitter mit Bußgeldern dazu bringen, rechtswidrige Inhalte schneller und gründlicher zu löschen.

Wo aber eine "Hassrede" beginnt oder "Fake News", wie man das juristisch einwandfrei gegen zulässige Meinungsäußerungen abgrenzt, dazu sagt er genausowenig wie dazu, wer entscheidet, was gelöscht wird.

Mitarbeiter der sozialen Medien sollen zukünftig darüber entscheiden, was in jedem Rechtstaat Staatsanwälten und Richtern vorbehalten ist, wenn es um demokratische Grundrechte geht.

Wenn schon "Reporter ohne Grenzen" vor einer Gefahr warnen, dass der Gesetzgeber unverhältnismäßig in die Presse- und Meinungsfreiheit eingreift, ist äußerste Vorsicht geboten. Dass eine Warnung von RoG beim Gesetzentwurf eines deutschen ]ustizministers überhaupt erfolgt, sollte die Wähler nachdenklich machen. So ein Gesetz darf nie in Kraft treten, es wäre ein weiterer Schritt in die Entmündigung der Bevölkerung, des Abbaus der Demokratie und der Privatisierung der Justiz. Beschämend, dass ausgerechnet ein deutscher Justizminister die Zensur des Internet duch private Stellen vorantreibt.

Quelle: Westfalenpost 21.05.2017

Mittwoch, 24. Mai 2017

Anne Will - 21. Mai 2017 - Streit um Schäubles Steuermilliarden - Wie bekommen die Bürger ihr Geld zurück?


Sendung am 21. Mai 2017 | 21:45 Uhr
Streit um Schäubles Steuermilliarden -
Wie bekommen die Bürger ihr Geld zurück?
Foto: Screenshot

    die Gäste im Studio

  • Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages
  • Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin der taz
  • Christian Lindner (FDP), Bundesvorsitzender
  • Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Ministerpräsidentin des Saarlandes
  • Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD), Stellvertretender Bundesvorsitzender

Rund 54 Milliarden Euro zusätzlich werden Bund, Länder und Kommunen nach Schätzungen bis 2021 von den deutschen Steuerzahlern kassieren. Doch wofür das Geld verwenden? Im Wahlkampf gehen die Antworten auseinander. Während die SPD hauptsächlich investieren will, verspricht die Union steuerliche Entlastungen. Sind Steuersenkungen das Gebot der Stunde? Oder sollten Investitionen Vorrang haben? Von welchen Maßnahmen profitieren die Menschen in Deutschland am meisten und was macht das Land gerechter?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)

Kommentare aus dem Blog

Steffen. Wächter
Sie alle die Sie da sitzen sollten sich dafür schämen das Sie jetzt vor dem Wahlen wieder Lügen das sich die Balken biegen.

Hans Zimmer
Schäfer-Gümpel: "Wir müssen die Reichensteuer wieder fokussieren!"
Anne Will: "Oh, Gott!"
Satire at its best ;- )

Ulf Hamann
Wir haben keine Steuermilliarden "übrig".
Diese Zahl ist eine klassische Schönrechnerei, weil:
  • immer mehr Schattenschuldenhaushalte (Bahn, Autobahn kommt bald usw.) aufgebaut werden,
  • Eventualverbindlichkeiten (EU-Haftungsfazilitäten) nicht berücksichtigt werden,
  • nötige Ausgaben (Bildung, Infrastruktur, KULTUR, Verteidigung, Grenzen usw.) einfach nicht getätigt werden
  • UND GANZ WICHTIG: der momentan behauptete "Überschuß" ziemlich genau der wegen der fatalen EZB-Politik momentan nicht anfallenden Zinsen für unsere Staatsschulden entspricht!
Wir verfrühstücken den letzten möglichen Finanzrechentrick und suggerieren, daß diese Beträge auch in Zukunft da sein werden, um die heute damit geweckten Begehrlichkeiten (z.B. Aber-Milliarden Transfers für Einwanderer, die nie einen positiven Beitrag zu unseren Staatsfinanzen leisten können werden, Aber-Milliarden für die Haftungsrisiken der de facto EU-Schuldenunion und der steigenden Zahlungen dafür usw.).
Wenn die Zinsen wieder steigen, fliegt uns der ganze Laden um die Ohren!

frank maurer
Na toll: 54 Mrd € Mehreinnahmen in 4 Jahren und wie soll man die gerecht verteilen. Alle jubeln und freuen sich auf gute Gaben. So ein Schmarrn!
Schon alleine die Kosten, die unsere Neubürger verursachen, belaufen sich auf min. 200 Mrd € bis 2020. Denkt keiner drüber nach. Unfassbar, wie verdummt die Bevölkerung schon ist.

Klaus Keller
In der letzten Viertelstunde noch so eben die Kurve gekriegt.
(Zitate aus dem Armutsbericht)
Trotzdem war in weiten Teilen der Sendung der Realitätsgehalt geringer als in der Sendung "die Anstalt", die ich vorher auf 3SAT gesehen habe. Natürlich argumentieren Unternehmensvertreter so, dass sie weniger Steuern zahlen möchten und Parteivertreter so, dass sie wiedergewählt werden. Natürlich wird dabei reichlich verschleiert.
Die beste Argumentation kam wie vorher beim Presseclub von Frau Herrmann. Ich wußte nicht, dass sie bei den Grünen ist, denn Soziale Kompetenz ist eigentlich grünenuntypisch ist. Ich hatte auch wenig an der Argumentation von Herrn Schäfer-Gümbel auszusetzen. Das ändert aber nichts an der Agenda von Rot-Grün und nichts an meiner Wahlentscheidung. Mit Roten und Grünen wird zu wenig korrigiert, die Schwarzen wollen ein "weiter so" und die Gelben wollen die Agenda 2030 (Farbwechsel ändert auch nichts).
Herr Lindner argumentiert geschickt, als "Kämpfer für Soziale Gerechtigkeit" ist die FDP aber natürlich eine Fehlbesetzung. Hartmut Mehdorn hat im Auftrag von Gerd Schröder die Bahn AG zur Privatisierung vorbereitet. So wie Herr Mehdorn die Bahn runtergewirtschaftet hat würde die FDP ganz Deutschland in eine Ruinenlandschaft verwandeln und das Vermögen noch mehr nach oben umverteilen. So viel ist aber Dank etablierter Parteien an der deutschen Infrastruktur nicht mehr runterzuwirschaften, daher passt das Thema nicht wirklich.

Realist
Wohin mit den Milliarden? Seit Inkrafttreten des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes im Januar 2004 wird die Auszahlung der Kapitalzahlungen (Direktversicherung - als Altersvorsorge "angelockt") als "Versorgungsbezug" deklariert und damit KV- und PV-pflichtig - und das über 10 Jahre lang!!! Es gibt keinen Bestandsschutz für Altverträge. Die Verträge wurden einseitig abgeändert - und erst mit Auszahlung wurde auf diese "Beitragspflicht" verwiesen!
" Demokratie lebt davon, dass Verträge nicht nur in guten Zeiten gelten, wo man nicht an ihre Grenzen stößt, sondern dass Verträge auch in schwierigen Zeiten gelten. Dafür werbe ich in Europa."
(so Bundeskanzlerin Angela Merkel am 15.07.2013 im ZDF-Sommerinterview) - Alles leere Phrasen! Hoffentlich treffen alle Betroffenen im September die richtige Wahl-Entscheidung!

Unreg1951
Ist es nicht so, daß vor jeder Wahl so große Worte wie "die Bürger entlasten", in "KITAs und Bildung investieren", "mehrGerechtigkeit" , usw, usf. in den Mund genommen werden?
Die "Bürger entlasten" sieht dann so aus, daß auf der einen Seite entlastet wird, dafür aber auf der anderen Seite wieder belastet wird.
Ich sehe diese 54 Milliarden noch nicht beim Bürger ankommen.
Auch frage ich mich, warum nicht über die Flüchtlings/Migrationskosten und über die EU-Kosten geredet wurde? Und, ganz wichtig, nicht über die Schulden?
Die Stromsteuer abzuschaffen halte ich für einen guten Vorschlag. Es wird jedoch nicht geschehen, wage ich zu behaupten.
Wenn es stimmt, daß Deutschland an zweiter Stelle von 35 OECD-Ländern steht bezüglich Steuern und Abgaben, dann täte sich da doch ein großes Betätigungsfeld auf, wie man die Bürger tatsächlich entlasten könnte.
Aber, außer viel Geschrei, Gerede und Wahlkampfgetöse wird nichts geschehen. Möglicherweise eine winzige Kleinigkeit dann doch, die als großer Wurf verkauft werden wird.

Werner Rüdiger
Warum ist eigentlich keiner in der Lage, den Populisten Lindner als solchen zu entlarven? Der schafft nicht eine einzige Steuererleichterung, die nicht auch die schon ohnehin Reichen auch und sogar noch stärker entlastet. Beispiel Grunderwerbsteuer: hört sich ungeheuer logisch an; fragt ihn mal, ob er es gut findet, das jede Person nur ein Immobilienprojekt gleichzeitig Grunderwerbssteuer frei gestellt bekommt: das bedeutet, die Häuslebauer und Familien wären tatsächlich entlastet und die Großgrundbesitzer haben nichts davon -- fragt ihn mal !

E.Dreier
Ach so.Frau Herman hat durchblicken lassen das die Besoldung der Abgeordneten ansteigen wird.Hat sie sich verplappert?Dann wissen wir Steuerzahler endlich wofür die 54 Millarden angedacht sind.Zur Steigerung der Diäten und Pensionen der Beamten im Bundseapperat. Ehrlich ich kann dieses Überhebliche Verhalten der Lindners und Gäste die an Arroganz kaum zu überbieten ist,ertragen.Kann es sein das Lindler seinen Fanclub in die Sendung mitgebracht hat?Es ist auffällig das er bei jedem Quatsch Beifall erhält.Das ist kein Zufall mehr.Alles gesteuert durch die Medien.Morgen bei Plasberg erneut ein Liberaler Neolibs, Das hat System, man will als Steugbügelhalter sich andienen.

Alle Kommentare findet man - hier -

Montag abend: Explosion in Manchester - Tote und Verletzte

Thema: Bombenanschlag

Was wir über den Anschlag wissen –
und was nicht

von Mathias Lutz (Grafik) Der mutmassliche Täter war 22 Jahre alt und in Manchester geboren. Sein Motiv ist weiterhin unklar, die Polizei sucht nach möglichen Komplizen.

Satellitenbild: Google

Was wir wissen

Explosion in Manchester: Am Montagabend hat es gegen 22.30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr Schweizer Zeit) in der Manchester Arena eine Explosion gegeben. Im Innern ging kurz zuvor das Konzert der US-amerikanischen Popstars Ariana Grande (23) zu Ende. Der Knall der Explosion war noch einige Strassenblöcke weiter zu hören. Mindestens 22 Menschen und der Täter kamen dabei ums Leben, weitere 59 wurden verletzt. Die Polizei und Premierministerin May gehen von einem Terrorakt aus. Mehr dazu im Liveticker.

Der Täter: Am Abend haben britische Ermittler die Identität des mutmasslichen Selbstmordattentäters bestätigt. Es soll sich bei ihm um den 22-jährigen Salman A. handeln. Nach Angaben von mehreren britischen und amerikanischen Medien wurde er 1994 in Manchester geboren und wohnte rund 5 Kilometer von der Arena entfernt. Seine Eltern stammen aus Libyen. Die Polizei prüft nun, ob A. die Tat alleine geplant hat oder zu einem Netzwerk gehörte. Zuvor hatte der IS den Anschlag über soziale Medien für sich reklamiert. Ob das stimmt, ist bisher allerdings unklar.

Die Opfer: Der Polizei zufolge wurden bei der Explosion mindestens 22 Menschen und der Täter getötet, darunter waren Kinder und Jugendliche. Das bisher jüngste identifizierte Opfer ist ein achtjähriges Mädchen. Mindestens 59 Menschen wurden verletzt, viele davon lebensgefährlich. Die Menschen wurden in acht verschiedene Spitäler in Manchester gefahren. Unter den Verletzten waren 12 jünger als 16 Jahre.

Der Tathergang: Nach Angaben der Polizei von Manchester zündete der Täter eine «improvisierte Sprengvorrichtung» im Foyer der Manchester Arena. Das ausverkaufte Konzert von Ariana Grande endete kurz vor der Explosion und die Fans waren auf dem Weg nach draussen.

Der Ort des Anschlags: Die Manchester Arena fasst bis zu 21'000 Besucher und hat verschiedene Ausgänge. Der mutmassliche Selbstmordattentäter zündete die Bombe im Foyer bei jenem Ausgang, der direkt zur Victoria Station führt, dem zweiten Hauptbahnhof der Stadt, nach Manchester Picadilly.

Was wir nicht wissen

Mögliche Komplizen: Am Dienstagmittag nahm die Polizei im Süden Manchesters einen 23-Jährigen fest. Er wurde «im Zusammenhang mit dem Anschlag» festgenommen. Was genau er mit der Tat zu tun hatte, ist bisher aber nicht bekannt.

Der Hintergrund: Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einem «terroristischen Vorfall» aus und untersucht, ob der Täter Teil eines Netzwerks war. Noch gibt es keine Hinweise auf Hintergründe und Motive. Es liegt auch kein Bekennerschreiben vor. In Grossbritannien gilt seit August 2014 die zweithöchste Terror-Warnstufe.

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Kommentare

Peter Amrein
Anteilnahme
Der einzige Grund warum die Anteilnahme an diesem Ereignis nicht so gross ist, wie vor 2 Jahren in Paris ist der, dass viele Leute wissen was unsere "Supermächte" für Gräueltaten in den Ländern anrichten aus denen viele diese Attentäter stammen. es ist eine Schande für die ganze Welt das Amerika der einzige Grund dafür ist, dass es auf der Welt keinen Frieden gibt... denkt mal drüber nach.

anonym
Wieso werden die Sicherheitsmassnahmen nicht verstärkt? Ob jetzt vor dem Konzert, Fussballmatch, Freizeitpark? Kostet Zeit aber spart Leben! PS. Letztens war ich im Hotel und bemerkte, dass Hotels gar keine Sicherheitskontrollen haben. Man könnte alles mögliche mitnehmen. Klar ist es persönlich, immerhin aber ein öffentlicher Ort oder nicht? Schöne Obig

Romina
Die Wahrheit nichts als die Wahrheit
der terrorismus wurde ja importiert mit freiem eintritt nach europa. Merkel lässt grüssen. Alle fluchen über Trump, aber recht hat er mit, keine muslime mehr in die usa! Auch europa wird nicht darum herumkommen mit Einwanderungsstop von muslimen wenn sie den terrorismus besiegen wollen. Ansonsten wird es nie aufhören.

Juip
Man fast nicht verhindern, zu viele Möglichkeiten, Stadion, SBB Wagen, Postauto oder auf dem Schiff... oder Seilbahn oder weiss ich wo, das könnte zur Zeit niemand verhindern oder wir leben bald in einem totalen Überwachungsstaat und das kostet. Traurige Geschichte.

Dienstag, 23. Mai 2017

Das Elitenprojekt "Europa" ist zum Scheitern verurteilt

Thema: Europäische Union

"Europa" ist ein Projekt der Eliten und kein Projekt für den Bürgern und zum Wohle des Bürgers.
"Europa" ist in seiner derzeitigen Form politisch zum Scheitern verurteilt.

Die EU, insbesondere die massiv ost-erweiterte, ist ein utopisches Gedankenkonstrukt der europabesoffenen Politelite, die als Kittmasse dafür den Euro aufoktroyiert hat. Sie ist aufgrund des massiven Wohlstandsgradienten innerhalb der (Zwangs)gemeinschaft und des Unwillens der Bevölkerung in den wohlhabenden Staaten zum Scheitern verurteilt.

Die wenigsten EU-Bürger hätten sicher etwas dagegen, wenn sich die EU in einem demokratischen Prozess, der diesen Namen verdient, in einem Tempo, das auch Debatten, Innehalten und Korrekturen zulässt, entwickelt und den Bürgern selbst die Möglichkeit der Mitgestaltung einräumt.

Es wäre falsch, die Schuld an der Entfremdung bei den Bürgern zu suchen. Man kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Projekt EU von wirtschafts-und finanzmächtigen Interessengruppen unter Benutzung von Politik und Medien ohne Rücksicht auf die Mehrheit der Bürger durchgeboxt wird; für mich stellen sich diese "Eliten" daher als die eigentlichen Europafeinde dar.
"Nach einem halben Jahrhundert europäischer Integration hat Deutschland gänzlich andere politische Strukturen, als sie das Grundgesetz verfasst hat. Die Republik ist keine Demokratie im freiheitlichen Sinne mehr. Sie ist kein Rechtsstaat mehr, in dem durch Gewaltenteilung und Rechtsschutz die Grundrechte gesichert sind. Sie ist kein Sozialstaat mehr, sondern unselbstständiger Teil einer Region des globalen Kapitalismus. Sie ist auch kein Bundesstaat mehr, weil Bund und Länder ihre existenzielle Staatlichkeit eingebüßt haben. Die Strukturprinzipien des Grundgesetzes, welche die Integration in die Europäische Union nach dessen Artikel 23 Absatz 1 respektieren muss, sind entwertet. In einer solchen Union darf Deutschland nach seiner Verfassung nicht Mitglied sein."
Schachtschneider, »Staat ohne Legitimation«
Würden die Länder Europas keinen Steuerwettbewerb führen, und die wirklich anfallenden Steuern der Großkonzerne einfordern, dann würden keine Steuern benötigt.

Europa braucht einen politischen Frühling, der nicht Wirtschaft, sondern Humanität im Zentrum hat.

Die Arroganz der deutschen Politiker und auch der Medien ist schwer erträglich. Während Deutschland absehbar verarmt, predigt die Politik - und die Medien folgen ihnen -, wie gut es uns und Europa unter der aktuellen Politik geht.

Von Blogger eingestellt Torpedo - kritischer Gesellschafts- und Politik-Blog
Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

Trotz Sanktionen - Russland wird weltweit größter Exporteur von Getreide

Thema: Sanktionen

Trotz Sanktionen:
Russland wird weltweit größter Exporteur von Getreide

Immer größere wirtschaftliche Bedeutung kommt auf Russland zu, denn es besitzt die Kontrolle über große Teile der "Schwarzerde", des fruchtbarsten Bodens der Welt
so schrieben die Deutschen Wirtschafts Nachrichten am 14.05.2017.

Schon zu Beginn der Sanktionen äußerten einige Beobachter die Hoffnung, dass die gegenseitigen Handelsverbote und der sinkende Kurs der Landeswährung Rubel die Exportwirtschaft stärken und die Entwicklung heimischer landwirtschaftlicher Produktionsstrukturen fördern wird.

Dass die Sanktionen dem russischen Markt insgesamt schaden würden, hoffte die deutsche Regierung mit ihrer Anführerin inständig. Die Realität sieht ganz anders aus.
Erinnern wir uns noch an den Preisverfall bei Milch und Milchprodukten in 2016? Von Seiten der EU und der Deutschen Regierung wollte man uns weißmachen, es läge an einer "Überprodunktion". Überproduktion quasi über Nacht?

Alles Quatsch, es lag daran, dass Russland keine Milch und keine Milchprodukte mehr aus der EU importiert hat und bereits bedeutende Fortschritte beim Bestreben autarker zu werden gemacht hat. So wurden auch alle Einfuhren von Hühner- und Schweinefleisch durch heimische Produktion ersetzt. Die Ernte aus der Gemüsezucht in Gewächshäusern wurde zwischen 2015 und 2016 um fast ein Drittel gesteigert. Der Agrarsektor hat die Rüstungsindustrie inzwischen als zweitwichtigsten Wirtschaftszweig abgelöst. An der Spitze steht weiterhin die Öl- und Gasindustrie.

Was die Getreideproduktion betrifft, war Russland im vergangenen Jahr mit etwa 34 Millionen Tonnen zum weltgrößten Lieferanten von Getreide aufgestiegen. Die Gesamtproduktion stieg auf rekordhohe 119 Millionen Tonnen.
Die Financial Times weist darauf hin, dass das Land vor 15 Jahren noch ein Netto-Importeur von Getreide war.
Kürzlich lieferte der erste russische Zug Getreide über den Landweg in den Milliardenmarkt China – ein Zeichen dafür, dass Moskau die wirtschaftliche Integration mit China weiter vorantreibt, nachdem die Märkte in Europa und den USA weggebrochen waren.

„Die aufregendsten Chancen liegen in Asien, wo Russland über fruchtbare Landstriche an der Grenze zu China verfügt. Dort herrschen gute klimatische und Bodenbedingungen – auf den gleichen Breitengraden wie die großen Getreideanbauflächen in den USA – für den Anbau von Sojabohnen. Die Nahrungsmittelexporte nach China stecken noch in den Kinderschuhen und eine Entwicklung des Sektors könnte Jahre oder Jahrzehnte dauern. Doch selbst dann zeigt Russlands Agrar-Boom – trotz der Sanktionen und des schlechten Verhältnisses zwischen dem Westen und Russland – dass es große Chancen im russischen Markt gibt“, schreibt die FT.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Montag, 22. Mai 2017

change.org - Petition gegen Autobahnprivatisierung


Hallo liebe Leser,
am vergangenen Dienstag haben wir Change.org-Petitionsstarterin Marianne Grimmenstein in den Bundestag begleitet. Sie hat dort mehr als 100.000 Unterschriften gegen die geplante Privatisierung der Autobahnen überreicht.

Und tatsächlich: der Druck wirkt. Die Bundestagsabstimmung zur Autobahnprivatisierung, die fest für Freitag geplant war, wurde überraschend von der Tagesordnung genommen.

Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. Jetzt will der Bundestag am Donnerstag, den 01. Juni 2017 abstimmen. Die SPD-Fraktion konnte bereits leichte Verbesserung der geplanten Grundgesetzänderung gegen die Union durchsetzen. Aber noch immer ist zumindest eine Teilprivatisierung möglich. Zudem soll Banken und Versicherungen die Möglichkeit gegeben werden, der zukünftigen Autobahngesellschaft Geld zu überhöhten Zinsen zu leihen. Das sind milliardenschwere Geschenke an die Banken und Versicherungswirtschaft auf unser aller Kosten.

Marianne Grimmenstein und ihre mehr als 100.000 Change.org Unterstützerinnen und Unterstützer werden die gewonnenen Tage nutzen, um die Abgeordneten zu überzeugen, die Autobahnprivatisierung doch noch zu stoppen. Dafür muss sie eine noch breitere Öffentlichkeit erreichen, denn die Medien berichten fast gar nicht über die geplanten Milliardengeschenke an die Banken und Versicherungswirtschaft.

Mit unserer Hilfe hat Marianne bereits am Freitag eine breite Telefonaktion gestartet. Wir wollen in der kommenden Woche weitere Aktionen gemeinsam mit Marianne planen und umsetzen: definitiv eine breite Mobilisierung per E-Mail und Facebook - vielleicht sogar eine TV Kampagne. Doch unser Budget als gemeinnütziger Verein ist beschränkt. Wie stark wir in der kommenden Woche mobilisieren können, hängt maßgeblich von Ihrer Unterstützung ab.

Bitte helfen Sie Marianne und uns jetzt, die Privatisierung der Autobahnen zu verhindern. Unterstützen Sie uns mit einer Spende oder werden Sie jetzt Förder/in von Change.org e.V. 
Vielen Dank und herzliche Grüße vom gesamten Change.org Team,

Gregor Hackmack
Vorstand Change.org e.V.